Museum für das Fürstentum Lüneburg
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Wechselausstellungen

  • verlängert!!
    19.05.07 - 26.08.07
    PORTRAIT EINER STADT
    Lüneburg in Photographien um 1870

Der reiche Bestand von Photographien im Museum für das Fürstentum Lüneburg ermöglicht eine Bestandsaufnahme der Stadt aus einem Blickwinkel, der das "Portrait einer Stadt. Ansichten Lüneburgs im 19. Jahrhundert" (so der Untertitel der ersten Ausstellung 2005) ergänzt und erweitert.

Während die Malerei ein einmaliges Produkt vorführt, gelten für das Medium Photographie - obwohl zunächst der Malerei gleichgestellt - andere Voraussetzungen. Sie bietet mit dem Festhalten des Momentes und vor allem mit ihrer Technik neue Möglichkeiten, die nicht nur ästhetischen Maßstäben genügt, sondern auch das Phänomen der Vervielfältigung beinhaltet.

Heiliggeist Hospital, 1868
Heiliggeist Hospital, 1868
Die ältesten Aufnahmen der Stadt Lüneburg reichen bis in das Jahr 1861 zurück und gehören damit in die Zeit der weiteren Verbreitung dieses neuen Kunstzweiges. Nachdem im Jahr 1827 die erste als solche zu bezeichnende Photographie durch Nicéphore Niépce entstand und 1839 Louis Jacques Mandé Daguerre sein Verfahren vorstellte, wurde 1841 in London das erste Portrait-Atelier von Richard Beard eröffnet, im selben Jahr das von Hermann Biow in Hamburg.

Am Sande, Nordseite, um 1868
Am Sande, Nordseite, um 1868

1861, zwanzig Jahre später, verfertigt G. Friedrich Wilhelm Güttich die ersten Photographien in Lüneburg. Der ganz überwiegende Teil der Ausstellung ist dem Photographen Raphael Peters gewidmet, der mit seinen Stadtansichten und Straßen- und Hafenszenerien frühe Landschafts- und Architekturphotographien von herausragender Qualität fertigte. Er bestätigt hiermit seine Herkunft aus der Künstlerfamilie Peters, die über mehrere Generationen hinweg zunächst als Maler und schließlich auch als Photographen tätig war.

Viskulenhof (links) an der Ilmenau, um 1870
Viskulenhof (links) an der Ilmenau, um 1870

Die Ausstellung bietet einen Einblick in das Aussehen und in das Leben der Stadt über den Weg eines Mediums, das im Gegensatz zur heute alltäglichen Selbstverständlichkeit damals den besonderen Stellenwert einer künstlerischen Ausdrucksform besaß.


Zu sehen ist die Ausstellung
vom 19. Mai bis 29. Juli 2007
im Museum für das Fürstentum Lüneburg,

Dienstag bis Freitag von 10.00 bis 16.00 Uhr
und am Wochenende von 11.00 bis 17.00 Uhr.


  • Zur Ausstellung erscheint ein Katalog:

    224 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, 24 x 30 cm, gebunden, 29,80 EUR.
    Subskriptionspreis bis zum 18.5.2007: 24,80 EUR

    bei der Landeszeitung für die Lüneburger Heide, Leser-Service, Am Sande 18-19.
    Ab 19.5.2007 auch im Buchhandel, ISBN Nr. 3-922639-11- 9.


    Führungen durch die Ausstellung:

  • Mi. 23.05. 19.30 Uhr
  • So. 03.06. 11.30 Uhr
  • Do. 14.06. 19.30 Uhr
  • So. 24.06. 11.30 Uhr
  • So. 15.07. 11.30 Uhr
  • Do. 26.07. 19.30 Uhr
  • So. 05.08. 11.30 Uhr
  • So. 19.08. 11.30 Uhr

    Vorträge zum Thema:

  • Mi., 18.07., 19.30 Uhr
    Dr. Eckhard Michael, Dr. Edgar Ring:
    "Lüneburg literarisch - Texte des 19. Jahrhunderts"


  • Do., 21.06., 19.30 Uhr
    Dr. Sabine Schnakenberg, Haus der Photographie, Hamburg:
    "Architekturphotographie im 19. Jahrhundert"


  • Do., 05.07., 19.30 Uhr
    Dr. Jan Zimmermann, Hamburg:
    "Mit den Augen von auswärts.
    Fotografien Lüneburgs von Charles Fuchs und Johannes Nöhring"



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