Gerhard von Harpe
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Setzt sich der Künstler in den gezeigten Bildern auch offensichtlich mit den Kräften und der Natur des Universums auseinander, so ist die Ausstellung laut Harpe ebenso
eine, in Kapitel unterteilte, Dokumentation seiner künstlerischen Entwicklung. Das Gerhard von Harpe sich aber mit den grundlegenden Erscheinungen und Prinzipien des
Universums auseinandersetzt, kommt nicht zufällig. Ist er doch zunächst Bachelor of Science in Physik und Mathematik, arbeitet in der Industrie bevor er Pädagoge wird.
Mitte der siebziger Jahre folgt dann eine Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, wo er Schüler Professor Baumanns ist.
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Dies betrachtend stellt man fest, daß es sich bei dieser Bilderauswahl nicht nur um das Dokument einer künstlerischen Entwicklung handelt, sondern um das
Zwischenzeugnis eines Künstlerlebens.
Das Universum, das menschliche Wissen um das Universum aber auch die Irrtümer und Mißverständnisse bei der Deutung der Naturerscheinungen faszinieren Harpe, der
in seinem Verständnis vom Weltall nicht statisch verharrt, sondern neugierig nach immer neuer Deutung und neuem Wissen sucht. Auch ein Grund für ihn, Vorlesungen
bei Stephen Hawking, dem wohl populärsten und genialsten Astrophysiker unserer Tage, zu besuchen und dessen Gedanken und Erkenntnisse künstlerisch in Form zu
bringen und weiter zu führen.
Wer jetzt aber technische Zeichnungen und Schaltpläne erwartet, liegt völlig falsch. Denn in Harpes Werken drückt sich nicht der nüchtern beschreibende Mensch aus,
sondern der emotional wahrnehmende und Empfindung ausdrückende Mensch.
Die Erkenntniswege des Menschen sind vielgestaltig. Typisch für Harpe, daß er, um dies zu erfahren, mit Schamanen auf Reisen geht.
Und natürlich also, daß sich in seinen Bildern Kosmos und Mensch, Kunst und Wissenschaft, Empfindung und Verstand begegnen.
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