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Die hohen, gewölbten Räume des Museumsgebäudes von 1891 bieten, soweit
sie erhalten sind, einen angemessenen Rahmen für die kirchliche Abteilung des Hauses.
Gemäß einer überkommenen musealen Sparteneinteilung sind hier Kunstwerke
sakraler Herkunft zusammengefaßt worden, vornehmlich aus den Bereichen Skulptur,
Textilgestaltung und Goldschmiedehandwerk herrührend.
Zeitlich und stilistisch liegt der Schwerpunkt in der Epoche der späten Gotik.
Die Sammlung kirchlicher Kunst ist trotz erheblicher Kriegszerstörungen noch immer
ein umfangreicher und qualitätvoller Bestand, auf dem der Rang des Museums nicht unwesentlich beruht.
Zudem finden sich hier besonders viele Stücke, die aus dem ehemaligen Fürstentum
Lüneburg stammen und so den Namen des Hauses auch heute noch-wie im übrigen
auch die prähistorische Abteilung-Legitimität verleihen.
Im 15. Jahrhundert, vor allem in dessen zweiter Hälfte, und in den ersten
Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts war in Lüneburg eine ganze Reihe gut ausgebildeter
Bildschnitzer und Maler tätig. man kann ohne Übertreibung sagen, daß
sie Lüneburg zu einem regionalen Zentrum in der Herstellung kirchlicher
Kunstwerke machten. |
 Hostienschrank von 1510/20 mit dem spätesten Beispiel einer gemalten Hostiendarstellung in Niedersachsen auf der oberen Tür |