Möbel |
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Daß in Lüneburg während des Mittelalters an das holzverarbeitende
Kunsthandwerk hohe Qualitätsanforderung gestellt werden konnten, zeigen allein
die Erzeugnisse dieser Sparte im Bereich der kirchlichen Kunst. Dieser Sachverhalt
wird untermauert durch die im Museum gezeigten Belegstücke der Lüneburger
Möbelproduktion. Der Zeitraum, in den der Möbelbestand des Hauses einzuordnen
ist, reicht vom 14. bis zum 18. Jahrhundert. |
 Barockschrank mit Ebenholzfurnier, Niederlande, um 1700 |
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 Rokokoschrank, 2. Hälfte 18. Jahrhundert |
Dabei sind allerdings solche Stücke,
die von örtlichen Handwerkern nach eigenen Kriterien hergestellt wurden, also
in ihrer Gestaltung einen engen lokalen Bezug besitzen, von anderen unterscheiden,
die in ihren Erscheinungsbild weit verbreiteten Richtlinien in Stil und Verbreitung
folgen, gegebenenfalls auch andererorts gearbeitet wurden. Alle Möbel des Museums
wurden in Lüneburg benutzt, aber nur die wenigsten von ihnen - und das sind die
allerältesten - können als typisch lüneburgisch bezeichnet werden.
Sie sind es sogar in einem Maße, daß man sie in der Fachwelt nach ihrem
Entstehungsort benennt. Es handelt sich um die "Lüneburger Truhen".
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Für die überwiegende Zeit des Mittelalters war die Truhe das einzige Möbelstück,
in dem Besitztum untergebracht werden konnte. Bewegliche Schränke mit allen ihren
später entwickelten differenzierten Spielarten sind eine vergleichsweise junge
Erfindung. Truhen dagegen begegnen sehr früh, Gestaltung und Abmessung variieren
stark. |
 Gotische Lüneburger Truhe, um 1375 |
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