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Somit war Bülow ausgangs des 18. Jahrhunderts Begründer eines Lüneburger Museums, das mit Einschränkungen auch der
Öffentlichkeit zugänglich war. Sein hier gezeigtes Bildnis wurde angefertigt, um an diesen
Sachverhalt zu erinnern. Das Original nämlich besaß eine Umschrift, in der er auch als
"Stifter dieses Musei" bezeichnet wurde.
Bülows Amtsführung zeichnete sich durch moderne, reformerische Ansätze aus. Er vereinfachte die Verwaltung des Klosters und sorgte für bauliche und wirtschaftliche Verbesserungen. Der Lehrplan der Ritterakademie wurde den Erfordernissen der Zeit angepaßt. Der Zeit gemäß war es auch, daß er Bestattungen in der Kirche und auf dem Kirchhof untersagte. Fortan nutzte man ausschließlich den Michaelisfriedhof vor den Toren der Stadt. Bülow war Befürworter der neuen, durch Albrecht Thaer vermittelten Methoden in der Landwirtschaft und beförderte sie dienstlich und privat.
Friedrich Ernst v. Bülow hat seinen besonderen Platz in der Geschichte des Lüneburger Museumswesens. Die kulturhistorisch ausgerichteten Exponate seines Schulmuseums bilden den Grundstock der Sammlungen des Museums für das Fürstentum Lüneburg. Sein elegantes Portraitrelief ist somit nicht nur ein Beispiel für die Bildniskunst jener Zeit, sondern auch ein Erinnerungsstück an die Geschichte des Museums.
Dr. Eckhard Michael |