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Dieses Allianzwappen erlaubt eindeutige Zuordnungen und verhilft zu einer Datierung. Die Eheverbindung, auf die verwiesen wird, betrifft Nikolaus Stoketo (+ 1485) und Margarethe Elvers (+ 1483). Aus der Ehe ging 1460 als einziges Kind eine nach der Mutter benannte Tochter hervor, die 1486 Hartwig Stöterogge heiratete. Es darf angenommen werden, daß die Schüssel zu ihrer Vermählung angefertigt wurde.
Nikolaus Stoketo begann 1456 eine Karriere im Rat der Stadt Lüneburg, die 1472 zur Übernahme des Bürgermeisteramtes führte. 1452 war er Stadtsekretär geworden. Es handelte sich dabei um ein bedeutendes Amt, das ein Studium der Rechte voraussetzte. In seiner Eigenschaft als Stadtsekretär hat Stoketo während des Prälatenkrieges, einer Auseinandersetzung zwischen dem Rat der Stadt und den Anteilseignern der Saline, als Abgesandter am Kaiserlichen Hof und am Heiligen Stuhl eine besondere Rolle gespielt. Im Zuge dieser Tätigkeit geriet er 1454 kurzzeitig in Gefangenschaft. Sein nicht unbedeutendes Vermögen ging nach seinem Tode überwiegend auf seine einzige Tochter über, deren Ehemann Hartwig Stöterogge (+ 1539) wie sein Schwiegervater in der Ratshierarchie bis zum Bürgermeister aufstieg. Ein prachtvolles Epitaph dieses Paares hat sich in der St. Johanniskirche erhalten.
Die Hochzeitsschüssel, in der bei der Hochzeitsfeier Geschenke gesammelt wurden, stammt also aus patrizischem Milieu. Dem entspricht die aufwendige Gestaltung des Objektes. Weitere solcher Schüsseln Lüneburger Herkunft, gefertigt in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, besitzen das Kunstgewerbemuseum Berlin-Köpenick und das Kunstgewerbemuseum der Stadt Köln.
Dr. Eckhard Michael . |