Museum für das Fürstentum Lüneburg
    [Kontakt]    [Archiv]    [Impressum]  
  Sitemap: Das Museum im Überblick    
Kohlenbecken von 1487: Objekt des Monats November 2004 im Museum für das Fürstentum Lüneburg

Objekt des Monats

  Angebote des Museums
 Informationen
 Abteilungen
 Sammlungen
 Veranstaltungen
 Museumsshop
 Geschichte
ArchivArchiv
 Home
 

Kohlenbecken von 1487

Das relativ flache Becken besteht aus Bronze. Sein Durchmesser beträgt etwas mehr als 53 cm. Drei heute etwa 8 cm lange Füße wurden mitgegossen. Das Becken erhielt jedoch einen dreibeinigen Untersatz aus Eisen, so daß es in größerem Abstand vom Boden stehen kann. An der Wandung besitzt es zwei symmetrisch angeordnete Henkel, durch die Eisenringe zum Anheben gezogen sind.
Am Rand des Beckens befindet sich außen ein Inschriftring, dessen untere Begrenzung regelmäßig mit gotischem Ornament besetzt ist. Der Text in gotischen Kleinbuchstaben lautet: "anno. m. cccc. lxxxvii. biddet god vor dessen ghever ave maria gracia plena dominus tecum" (Im Jahre 1487. Betet zu Gott für diesen Stifter. Gegrüßet seist Du, Maria, die du bist voller Gnade. Der Herr sei mit dir.).

Am Ende der Inschrift steht ein gleichschenkliges Kreuz, das auf beiden Seiten von einem Wappen des Fürstentums Lüneburg begleitet ist. Darunter ist eine Hausmarke angebracht, die vermutlich auf den im Text genannten Stifter verweist. Eine Identifizierung ist bisher nicht möglich gewesen.

Kohlenbecken von 1487: Objekt des Monats November 2004 im Museum für das Fürstentum Lüneburg
Bild vergrößern
 
Das Becken stammt aus der ehemaligen Klosterkirche St. Michaelis in Lüneburg. Es wurde bei Gottesdiensten in ungeheizter Kirche mit glühenden Kohlen gefüllt, um dem amtierenden Geistlichen die Möglichkeit zu verschaffen, seine Hände zu wärmen.

Becken dieser Art gehörten zur Grundausstattung nahezu einer jeden Kirche, jedoch haben sich nur wenige Exemplare dieser reinen Gebrauchsgegen-stände erhalten. Somit kommt dem Stück aus St. Michaelis auch eine erhebliche dokumentarische Bedeutung zu.
Dr. Eckhard Michael .
 



[Home]    [Übersicht Objekte]