Buckelspiegel von 1675 |
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Der Gegenstand besteht aus ursprünglich 58 kleinen konvexen Spiegeln sowie drei im Zentrum angeordneten Hinterglasbildern derselben Größe, die von einem als regelmäßiges Sechseck ausgebildeten Rahmen eingefaßt sind. Die Seitenlänge des Rahmens beträgt pro Sechseckelement 36 cm, die Diagonale mißt 72 cm.
Von den drei zentralen Hinterglasbildern zeigt das obere eine Darstellung des Lüneburger Stadtwappens, darunter ein Schriftband mit der Datierung "ANNO 1675". Die beiden übrigen Scheiben tragen ebenfalls Wappendarstellungen, die durch Beischriften identifiziert werden. Links steht "H(ERR) GEORG V(ON) DASSEL IUN(IOR) CAMER(ARIUS)", rechts "H(ERR) FRIDERICH DIDERICH MELBECK CAM(ERARIUS)".
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| Es handelt sich nicht um einen Spiegel im herkömmlichen Sinne, wenngleich die Entwicklung aus dem Typus des Wandspiegels deutlich ist. Dieses Stück diente als Zimmerschmuck, dessen Reiz darin besteht, daß sich das Licht in den vielen kleinen Rundspiegeln effektvoll bricht. |
 Wappen
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Der Gegenstand besteht aus ursprünglich 58 kleinen konvexen Spiegeln sowie drei im Zentrum angeordneten Hinterglasbildern derselben Größe, die von einem als regelmäßiges Sechseck ausgebildeten Rahmen eingefaßt sind. Die Seitenlänge des Rahmens beträgt pro Sechseckelement 36 cm, die Diagonale mißt 72 cm.
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Ist Friedrich Dietrich Melbeck den bürgerlichen Mitgliedern des Rates zuzurechnen, stammt Georg von Dassel aus einer der ältesten Patrizierfamilien der Stadt. Zur Unterscheidung von einem gleichnamigen Verwandten, der von 1624 bis 1685 lebte und ebenfalls Ratsherr war, wird er in der Wappenbeischrift "der Jüngere" genannt. Er wurde 1629 als Sohn eines Juristen geboren und durchlief die für einen wohlhabenden Lüneburger Patriziersohn typischen biographischen Stationen. Er studierte seit 1648, eben nach Ende des Dreißigjährigen Krieges, an der Universität Helmstedt. Danach unternahm er eine Bildungsreise nach Italien, Frankreich, England und Holland. Eine erste berufliche Tätigkeit fand er 1661 als Hofrat in Emden bei den Fürsten von Ostfriesland.
Mit seiner Berufung zum Ratsherrn begann 1666 seine Karriere in Lüneburg. 1667 übernahm er das Amt des Propstes von St. Johannis. Bürgermeister wurde er 1676, also unmittelbar nach Ablauf seiner Pflichten als Kämmerer. Er starb 1687. Aus seiner 1668 geschlossenen Ehe mit Anna Elisabeth Töbing, 1646 als jüngste Tochter eines patrizischen Ratsherren geboren, gingen fünf Kinder hervor.
Dr. Eckhard Michael .
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