Bursa aus der Zeit um 1515
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Die aufwendig gestaltete Tasche ist 28 cm hoch und 26 cm breit. Sie besteht aus Leinen und Seide, für die Ornamente wurden Perlen und Silber verwendet.
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Die Vorderseite zeigt auf schwarzer Seide in der Mitte eine szenische Stickerei aus Perlen und farbiger Seide. Die verbleibende Fläche ist reich mit lilienförmigen Silberplättchen bestickt, aus denen auch eine Rahmung an den Rändern gebildet wird. Die vier Ecken tragen kräftige Metallknöpfe auf rotem Samt.
Die zentrale Darstellung ist einer Baldachinarchitektur aus Arkaden, Fialen, Wimperg und Kreuzblume eingefügt. Es erscheinen Pilatus, rechts, und Christus nach dem Johannesevangelium 19, 5. Christus trägt den Purpurmantel. Von der linken Hand des Pilatus, der in einen langen Mantel gekleidet ist, geht ein in die Fläche schwingendes Spruchband aus, das die Inschrift "ECCE HOMO" enthält ("Seht, welch ein Mensch!").
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Die Bursa wurde dem Museum 1879 von den Verwaltern der Testamentsstiftung der Gesche Flothwedel überwiesen. Sie war mit dem Lüneburger Bürger Dietrich Flothwedel verheiratet gewesen und hatte 1517, nach seinem Tode, zwei Stiftungen für die Ratskapelle zum Heiligen Geist verfügt.
Um diese Zeit ist vermutlich auch die Tasche entstanden, in der die schriftlichen Stiftungsunterlagen verwahrt gewesen sein könnten.
Dr. Eckhard Michael . |
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