Globuspaar von 1736
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| Beide Globen - ein Erd- und ein Himmelsglobus - sind gleichartig gearbeitet. Auf einem mit einer kreisrunden Holzscheibe versehenen Untergestell erheben sich vier gedrechselte Streben, die einen ebenfalls hölzernen Ring tragen. Die untere Holzscheibe trägt zentral einen Fuß, an dem ein Messingring befestigt ist, der die jeweilige Kugel trägt. Die Kugeln und die horizontalen Holzringe sind mit kolorierten Kupferstichen beklebt.
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Verfertiger der kleinen Globen - sie haben einen Durchmesser von nur 20 Zentimetern - war Johann Gabriel Doppelmayr (1671 - 1750), Physik- und Mathematiklehrer in Nürnberg. Er beschäftigte sich mit Kartographie, stellte allerdings auch Globen her, bevorzugt in kleineren Dimensionen.
Die Erfindung des Erdglobus soll um 600 vor Christi Geburt in Griechenland geschehen sein, der älteste Himmelsglobus entstand um 190 vor Christi Geburt, ebenfalls in Griechenland. Da die christliche Kirche die Kugelgestalt der Erde leugnete, wurde die Tradition der Globen nur in der arabischen Welt weitergeführt.
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Im Abendland erhielt die Globusproduktion nach Anfängen im 15. Jahrhundert in der Zeit nach der Reformation erheblichen Auftrieb. Gemma Frisius und Gerhard Mercator sind für ihre Erzeugnisse berühmt und bekannt. Im 17. Jahrhundert waren die Niederlande das Zentrum der Globusherstellung.
Die Lüneburger Globen sind in ihrer sorgfältigen Herstellung und feinen Kolorierung besondere Schmückstücke.
Dr. Eckhard Michael
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