Romanisches Kapitell |
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Das eher unscheinbare, nur 17 cm hohe Stück ist vermutlich eine der größten Kostbarkeiten der Museumssammlungen. Die dreiseitig mit flach erhabenem Palmettenblattwerk versehene Spolie aus Gipsstein diente offensichtlich als Kapitell einer Wandvorlage.
Die Ornamentformen erinnern an diejenigen der Kapitelle in der 1160/70 errichteten Mittelkrypta des Naumburger Domes, so daß sich daraus eine mögliche Datierung auf das Ende des 12. Jahrhunderts ableiten ließe.
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Abgesehen von seinem Alter, liegt die Besonderheit des Kapitells darin, daß es "im Schutt" auf dem Kalkberg gefunden wurde. 1897 gelangte es in das Museum. Der Fundort legt die Vermutung sehr nahe, daß es sich um einen Baurest von Burg oder Michaeliskloster handeln muß, die beide auf dem Kalkberg bis 1371 bestanden.
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Trifft diese Vermutung zu, hätte man den einzig erhaltenen, bisher bekannten Überrest der mächtigen Herrschaftsanlage Lüneburgs vor sich, von der alle weiteren Spuren gründlich beseitigt sind. Dr. Eckhard Michael
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