Museum für das Fürstentum Lüneburg
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Buckelspiegel von 1675: Objekt des Monats Februar 2005 im Museum für das Fürstentum Lüneburg

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Tafelgemälde von 1571

Das in Öl auf Eichenholz gemalte Bild ist alt gerahmt und hat die Maße 138 x 101 cm. Es zeigt die Auferstehung Christi und ist sehr wahrscheinlich in Lüneburg nach einer bisher nicht ermittelten graphischen Vorlage entstanden.
Das Gemälde thematisiert die christliche Osterbotschaft. Im Zentrum erscheint der auferstehende Christus mit der Siegesfahne, dem Symbol für die Überwindung des Todes. Im unteren Bereich ist die Grabkammer mit verschobenem Deckstein dargestellt, umgeben von den erschrockenen Grabeswächtern.

Der vordere Rand der Grabkammer ist mit einer Kartusche versehen, die in Ornamentformen der Renaissance die Jahreszahl 1571 rahmt. Auf einer Erhebung im landschaftlich gestalteten Hintergrund sind als kleine Figuren vor einer überdachten Pforte die drei Marien auf dem Wege zum Grab Christi zu erkennen, in ihren Händen die Salbgefäße haltend.

Rechts oberhalb der Pforte ist in einer Höhle eine bartlose, in ein langes Gewand gekleidete Männergestalt mit Heiligenschein zu sehen. Möglicherweise handelt es sich dabei um den Evangelisten Johannes, der den umfangreichsten Bericht über die Geschehnisse zwischen Christi Auferstehung und Himmelfahrt liefert.

Tafelgemälde von 1571
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In der linken oberen Ecke des Bildes stehen nebeneinander zwei Wappen aus dem Lüneburger Patriziat, jeweils von Initialen begleitet. Es handelt sich um die Wappen der Familien Schomaker und Töbing. Die beigegebenen Initialen bezeichnen das Ehepaar Hartwig Schomaker und Margarethe Töbing. Auf der oberen Rahmenleiste ist die Widmungsinschrift "Hartich Schomaker, Jacops sone, dedit 1571" aufgemalt.

Wappen Wappen und Beischrift weisen das Gemälde als Stiftung des genannten Ehepaares aus, vermutlich für eine der Lüneburger Kirchen. Hartwig Schomaker, Sohn des 1544 verstorbenen Jacob Schomaker, wurde 1562 Sülfmeister, erhielt damit also die Siedeberechtigung auf der Saline. 1561 hatte er Margarethe Töbing geheiratet. Er starb bereits 1575 und hinterließ sieben unmündige Kinder, von denen das jüngste bei seinem Tode erst drei Jahre alt war.
Wo das Bild ursprünglich gehangen hat, ist unbekannt. Es könnte aus der 1860/61 abgebrochenen Lambertikirche stammen, da es vor der Übernahme durch das Museum im Treppenhaus des Gebäudes An der Münze 11 hing. Es ist kaum denkbar, daß es dorthin aus dem Ausstattungsbestand einer anderen Kirche oder eines der Hospitäler gelangt sein sollte.

Das Museum erhielt das Gemälde 1901 als Geschenk aus der Familie des Senators Johann Reichenbach, dem zu der Zeit auch das Haus An der Münze 11 gehörte.
Dr. Eckhard Michael
 



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