Doppelportrait um 1530 |
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Das ausdrucksvolle Bildnis zählt zu den besonderen Kostbarkeiten der Museums-sammlungen. Es ist in Öl auf Eichenholz gemalt, besitzt einen alten, vermutlich den ursprünglichen Rahmen und mißt 45 x 54 cm.
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Das Gemälde zeigt die Brustbilder eines Mannes mit breitkrempigem, flachem Hut und einer Frau mit Haarband.
Die Reste einer Inschrift auf einer der unteren Rahmenleisten ("HANS MVETHER D...STARF...1529 DEN...IVNIVS") sowie die unübersehbar am unteren Bildrand aufgemalten Wappen verhelfen zu einer Identifizierung der Dargestellten.
Es handelt sich um Hans Müther und seine Ehefrau Gesche Stötebrügge.
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Die Kunstwissenschaft hat das bedeutende Bild dem niederländischen Maler Jakob Claesz van Utrecht zugewiesen, der dem niederländisch-lübischen Kunstkreis zuzurechnen ist und seit 1519 in Lübeck gearbeitet hat.
Hans Müther entstammte einer in den Spanischen Niederlanden ansässigen Familie und soll als Glaubensflüchtling nach Lübeck gekommen sein, wo er als Kaufmann tätig war und sich mit der Tochter des Hans Stötebrügge verheiratete. Er starb am 3. Juni 1529.
Sein Enkel Johann, promovierter Jurist, heiratete die Lüneburger Patriziertochter Ursula Witzendorff. Mit ihrem einzigen Sohn Johann (1590 - 1653) wurden die Müther in Lüneburg ansässig. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts starb die Familie in männlicher Linie aus. Noch im April 1722 hatte Heinrich Müther für sich und seine Nachkommen die Bestätigung des Adels durch kaiserliches Privileg erhalten.
Gertrud Catharina von Müther (1712 - 1778), Schwester des letzten Patriziers Müther, war mit dem Patrizier Hartwig von Dassel (1712 - 1762) verheiratet, der einen Hof in Bardowick und einen weiteren in Ochtmissen besaß.
Über diese Erbtochter gelangte das Gemälde in den Besitz der Familie von Dassel und wurde in deren Ochtmisser Haus verwahrt. Von dort kam es 1906 als Geschenk der Familie in das Museum.
Dr. Eckhard Michael .
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