Museum für das Fürstentum Lüneburg
    [Kontakt]    [Archiv]    [Impressum]  
  Sitemap: Das Museum im Überblick    
Äquatorialsonnenuhr, um 1690: Objekt des Monats August 2007 im Museum für das Fürstentum Lüneburg

Objekt des Monats

  Angebote des Museums
 Informationen
 Abteilungen
 Sammlungen
 Veranstaltungen
 Museumsshop
 Geschichte
ArchivArchiv
 Home
 

Äquatorialsonnenuhr, um 1690

Diese Sonnenuhr besteht aus vergoldetem Messing, Silber und Stahl und hat eine Seitenlänge von nur 6,7 Zentimetern.

Der Augsburger Uhrmachermeister Johann Martin (1642 - 1721) hat sie um 1690 geschaffen.

Augsburg, das damalige Zentrum der Uhrmacherkunst, war die Geburtsstätte dieser Art von Uhren, die ab 1720 zur beherrschenden Uhrenart in Mitteleuropa wurde.

Äquatorialsonnenuhr, um 1690: Objekt des Monats August 2007 im Museum für das Fürstentum Lüneburg
Bild vergrößern
An Stelle früherer Uhrentypen ermöglicht die Äquatorialuhr die einfacherere Ablesung der Uhrzeit. Zusätzlich zeigt die Äquatorialuhr moderne Stunden anstatt der vorher üblichen "ungleichen" Stunden, bei denen zwar alle Stunden eines Tages gleich lang waren, jedoch durch die unterschiedlich lange Zeitspanne zwischen Sonnenauf- und untergang im Laufe des Jahres die Stundenlänge von Tag zu Tag variierte.

Die ausgestelle Äquatorialsonnenuhr besitzt zwei halbkreisförmige Projektionsflächen zur Zeitbestimmung, jeweils eine für den Vor- und den Nachmittag, auf denen die Uhrzeiten und Halbstundenstriche eingraviert sind. Um die tatsächliche Uhrzeit so genau wie möglich anzuzeigen, muss die Uhr waagerecht aufgestellt werden; dazu dienen kleine Flügelschrauben und ein eingebautes Lot. Außerdem kann die Höhe des Schattenwerfers (Gnomon) nach Monat und Breitengrad justiert werden. Die Breitengrade wichtiger europäischer Städte sind in den Boden der Uhr graviert. Mit ihrer geringen Größe ist die Uhr ideal geeignet, um auf Reisen genutzt zu werden. Die beweglichen Teile der Uhr lassen sich einfach zusammenfalten. In einem entsprechenden Etui kann die Uhr, geschützt durch Stoff, bequem transportiert werden.

Nur wenige Exemplare dieser Uhrform sind bekannt, und von nur einem anderen ist außer der Uhr selber auch noch das Etui erhalten.
F. Görres
 



[Home]    [Übersicht Objekte]