Museum für das Fürstentum Lüneburg
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Tafelaufsatz von 1888: Objekt des Monats März 2007 im Museum für das Fürstentum Lüneburg

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Tafelaufsatz von 1888

Der in Formen des Neu-Rokoko aus Silber gearbeitete Tafelaufsatz ist 41,8 cm hoch. Sein unterer Durchmesser beträgt 33,5 cm, der obere 34,8 cm.

Vier Füße in Kartuschenform tragen die kreisrunde Fußplatte, auf der sich der aus Kehlen, Platten und Wülsten bestehende Fuß erhebt. Alle Wülste besitzen aufgetriebenes einfaches Ornament. Die obere, zum balusterartigen Schaft überleitende Kehle zeigt gedrehte Züge. Die Handhabe des Schaftes ist als Vase mit zwei Henkeln ausgebildet. Auf dem Schaft liegt eine flache, an ihrem nach außen gebogenen Rand wiederum mit getriebenem einfachen Ornament versehene tellerförmige Schale.

Tafelaufsatz von 1888: Objekt des Monats März 2007 im Museum für das Fürstentum Lüneburg
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Auf Höhe der oberen Kehle des Fußes ist eine plastische Kartusche in Rokokoform angebracht. Ihr Spiegel dient als Inschriftfeld und enthält folgenden Text: "Dem / Administrator / Ludolph Jenckel / in Dankbarkeit / gewidmet / Ratswasserkunst / Lüneburg 1.7.1888".

Der Tafelaufsatz ist ein typisches Beispiel für ein kunsthandwerkliches Erzeugnis des Historismus. Gegenstände dieser Art waren, wie es auch hier der Fall ist, als Ehrengaben sehr beliebt. Das Stück wurde zum Schmuck einer festlich gedeckten Tafel benutzt.

Gabriel Ludolph Jenckel (1832 - 1895) war Erbe einer Gastwirtschaft und Teilhaber eines Speditionsunternehmens. Ihm gehörten die Häuser am Sande 15 und 14. Bis zu seinem Tode war er über Jahrzehnte kommunalpolitisch als Bürgervorsteher tätig. Ebenfalls über Jahrzehnte fungierte er als einer der Administratoren der Ratswasserkunst und war somit für die Wasserversorgung eines Teiles der Stadt mitverantwortlich. Im Zusammenhang mit dieser Tätigkeit erhielt er, wie die Inschrift erweist, den Tafelaufsatz als Geschenk. Der genaue Anlaß dafür hat sich nicht ermitteln lassen.
Dr. Eckhard Michael
 



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