Auf den Spuren einer rätselhaften Hochkultur
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Sie hinterließen uns ein reiches Kunsterbe, annähernd komplette Städte mit großen Tempelanlagen, eine eigene Schrift und ihre Vorstellung einer
vielköpfigen Götterwelt mit mehr als tausend Göttern. Sie waren die Zeitgenossen der alten Ägypter, mit denen sie Kriege führten und Handel trieben,
sogar umfangreiche Vertragswerke aushandelten. Vieles ist erhalten und erzählt von einer untergegangenen Kultur und ihre Zeit, eine Zeit etwa zwischen
1800 und 800 vor Christus. Die Rede ist von der Kultur der Hethiter und deren Erforschung.
Darüber berichtet in einem kurzweiligen Diavortrag der Lüneburger Archäologe Arne Weiser am Donnerstag, den 14. November, um 20.00 Uhr im Museum
für das Fürstentum Lüneburg.
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Tanzender Gott
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| Seit 22 Jahren arbeitet er in verschiedenen Grabungsprojekten in Syrien und der Türkei, u.a. in der Stadt Aleppo, die in ihrer mehrtausendjährigen
Geschichte einst Sitz des Hethitischen Wettergottes war, und wird in über 50 Lichtbildern nicht nur Ausgrabungstechnik und Ausgrabungsgeschichte
anschaulich erläutern, sondern auch die Eindrücke vom Leben und der Landschaft Kleinasiens und des vorderen Orients. Dabei zeigt der Archäologe auch
Bilder von Funden, die noch in keinem Museum zu sehen sind. |
Grabung in Aleppo
(ganz rechtsim Bild: Arne Weiser ) |
Langweilig wird die Arbeit an diesem Thema auch nach Jahrzehnten nie, wie man dem Referenten deutlich anmerkt, denn bei allem was bisher über die
Hethiter erforscht und ergraben wurde, vieles bleibt rätselhaft und spannend. So weiß man beispielsweise über das Alltags- und Kultleben der Hethiter bis
heute sehr wenig.
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Arne Weiser, der in Lüneburg geboren wurde und hier u.a. die Herderschule besuchte, studierte in Saarbrücken und Berlin Vorderasiatische Archäologie
und arbeitet heute in Berlin sowohl an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft als auch an der Freien Universität. Privat lebt er seit einigen Jahren
wieder in Lüneburg, weshalb es auch nahelag, seine Erfahrungen und Einblicke hier im Museum für das Fürstentum Lüneburg einmal zu präsentieren.
Mit diesem archäologischen Thema, beschließt das Museum für das Fürstentum Lüneburg sein diesjähriges, umfangreiches Vortragsprogramm.
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