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Experimentelle Archäologie
Dia-Vortrag über ein spannendes Forschungsfeld
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Im Monat seines 111ten Geburtstags bietet das Museum für das Fürstentum Lüneburg einmal mehr einen wirklichen Experten als
weiteres Highlight:
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Wer glaubt, Archäologie wäre ausschließlich das Ausgraben alter Sachen, der irrt! Natürlich müssen die Funde auch ausgewertet und in einen
größeren Zusammenhang gestellt werden. Und: Forschen hat sehr viel mit Versuchen zu tun. Denn wer wissen will, wie bestimmte, häufig nur
teilweise erhaltene Werkzeuge und andere Gegenstände verwendet wurden, findet dies oft nur heraus, indem er es ausprobiert. Und kommt
dabei etwa "nur" heraus, wie etwas auf gar keinen Fall benutzt worden sein kann, so ist man der Wahrheit schon ein beträchtliches Stück näher
gekommen. Die Rede ist also von Experimenten und tatsächlich bekommt die sogenannte "Experimentelle Archäologie" immer mehr Gewicht
und Aufmerksamkeit innerhalb der archäologischen Forschung. Obwohl diese Art der Forschung hierzulande noch relativ jung ist.
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Gerade im Hinblick auf vorgeschichtliche menschliche Techniken liefert sie ungemein wichtige Erkenntnisse, was nicht zuletzt in der
Zusammenarbeit unterschiedlichster Fachgebiete, wie beispeilsweise den Geschichts- und Naturwissenschaften, begründet ist.
Über dieses spannende Gebiet der Geschichtsforschung berichtet ein ausgewiesener Experte und weithin beachteter und
anerkannter Pionier am 17. Oktober um 20.00 im Museum für das Fürstentum Lüneburg: der Archäologe Dr. Frank Andraschko
aus Reppenstedt.
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| Er stellt die Experimentelle Archäologie in einem kurzweiligen Diavortrag vor, erläutert Ansätze,Methoden und Ergebnisse. Einer der
Schwerpunkte wird dabei der prähistorische Hausbau sein, die Verwendung unterschiedlicher Materialien, wie Holz, Metalle und Textilien, sind
weitere Schwerpunkte. Aber Dr. Frank Andraschko gewährt auch Ausblicke, gerade auch in Hinblick auf die Pädagogik. |
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Denn die
Experimentelle Archäologie dient nicht nur der Erweiterung von Wissen über unsere Vorfahren, sie dient auch insbesondere der Vermittlung von
Wissen über den Menschen - von früher bis heute. Denn der Spaß am Ausprobieren verschafft Kindern und Erwachsenen Einblicke und
Erfahrungen, ohne das Gefühl "etwas lernen zu müssen". "Lernen" bedeutet hier "erleben und erfahren".
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Daß Geschichtsunterricht Spaß machen kann, haben Andraschko und sein Team schon vielen Hundert Kindern und ihren Lehrern aus dem
gesamten Landkreis während der Aktionswochen im Museum für das Fürstentum Lüneburg beweisen können.
Die nächste Steinzeit-Aktionswoche, bei der die Schüler in zweistündigen Programmen u.a. Bogenschießen und Speerwerfen, Äpfel mit
Steinklingen schälen und Tonperlen herstellen können, findet im Übrigen vom 28. Oktober bis 01. November im Fürstentum-Museum statt.
Auch hierüber wird Dr. Frank Andraschko am 17. Oktober berichten.
Der Referent:
Dr. Frank Andraschko, Archäologe, Reppenstedt
- 1980 bis ´92 Aufbau des Archäologischen Freilichtmuseums Oerlinghausen
- seit 1992 Assistent und Dozent an der Universität Hamburg, Archäologisches Institut
- 1997 Gründung von AGIL, Büro für angewandte Archäologie,
Beispiele für Projekte und Kooperationen
- Zeitspuren, Landkreis Uelzen (P)
- Kooperation mit Jugendbildungsstätte Neetze (P/S)
- Kooperation mit Museum für das Fürstentum Lüneburg (Aktionswochen Steinzeit/Mittelalter für Schulklassen, Seminare Schmuck- und
- Silberschmieden, Pfeilbau)
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