Museum für das Fürstentum Lüneburg
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NDR kauft Soderstorfer Maler

Das dritte Lüneburger Bild in der großen Wanderausstellung
Der NDR macht nicht nur Fernsehen oder Hörfunk, er sammelt auch Kunst - norddeutsche Kunst. Und die zeigt er auch. Seine vielbeachtete und begehrte Wanderausstellung "Weite und Licht", gastiert zur Zeit in Lüneburg, im Museum für das Fürstentum, nachdem sie zuvor u.a. in Schwerin und Braunschweig zu sehen war.

Mit dabei sind Landschaftsgemälde von so bekannten und berühmten Künstlern wie Erich Heckel, Ivo Hauptmann, Horst Jannssen oder dem Nobelpreisträger Günter Grass. Und neuerdings auch drei Bilder von Malern aus dem Lüneburger Raum.

Nachdem ein Werk des Lüneburgers Otto Brix (1900 - 1971) vom Museum für das Fürstentum Lüneburg und ein Bild des Rullstorfers Mattheus Deichelbohrer (1902 - 1992) von dessen Witwe dem NDR als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt wurden, kaufte der Norddeutsche Rundfunk nun noch ein Aquarell des Soderstorfers Gisbert Patzak.

Großer Acker mit Schuppen bei Evendorf 2000 Aquarell 57 x 46
Gisbert Patzak: "Großer Acker mit Schuppen bei Evendorf" - 2000, Aquarell 57 x 46
Der 1939 geborene Patzak, der nach seiner pädagogischen und künstlerischen Ausbildung gut dreißig Jahre in Oedeme als Lehrer und Kunsterzieher wirkte, stellte im vergangenen Dezember erstmalig einen Querschnitt seines Schaffens in einer eigenen Ausstellung im Fürstentummuseum der breiten Öffentlichkeit vor.

Das nun vom NDR erworbene Bild "schließt stilistisch und motivisch eine bisherige Lücke in der Sammlung, ist dadurch schon eine Bereicherung der Ausstellung", so der Kunstbeauftragte des Senders, Dr. Rudolf Großkopff. Die erste Station, wo die drei Lüneburger in der Wanderausstellung erstmals außerhalb unserer Stadt gezeigt werden, ist das Kronprinzen-Palais in Putbus auf Rügen, voraussichtlich im Mai.

Die jetzt noch bis zum 16. März im Fürstentummuseum ausgestellten knapp sechzig Bilder repräsentieren über einhundert Jahre Landschaftsmalerei zwischen Harz, Nord- und Ostsee im Spiegel der Stile und Epochen. Einen solch breit angelegten Überblick über die Geschichte der Landschaftsmalerei in Norddeutschland seit Ende des 19ten Jahrhunderts wird man sonst nirgends finden. Zu sehen ist die Schau in der Wandrahmstraße 10, jeweils Dienstags bis Freitags von 10.00 bis 16.00 Uhr und an den Wochenenden zwischen 11.00 und 17.00 Uhr.
Axel Schlemann




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