Großer Andrang auf NDR-Kunstausstellung
Zwei Bilder aus dem Landkreis gehen mit der einzigartigen Kunstschau auf Reisen
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Der Chef des NDR-Landesfunkhauses in Hannover kam höchstpersönlich nach Lüneburg um hier gemeinsam mit Oberbürgermeister Ulrich
Mädge die Ausstellung der großen NDR-Kunstsammlung mit dem Titel "Weite und Licht – Norddeutsche Landschaften" im Museum für das
Fürstentum Lüneburg zu eröffnen. Und fast dreihundert Gäste folgten der Einladung – soviel wie seit Jahren nicht mehr bei einer Vernissage.
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Das lag jedoch nicht nur an der hochkarätigen Rednerliste, auf der ebenso Dr. Thomas Gädeke, vom Schleswig-Holsteinischen
Landesmuseum Schloß Gottorf, und Dr. Eckhard Michael, Direktor des Fürstentummuseums, standen.
In erster Linie lockte die Besucher eine einzigartige Zusammenstellung norddeutscher Motive
und vor allem norddeutscher Kunst und Künstler. Die knapp sechzig ausgestellten Bilder
repräsentieren über einhundert Jahre Landschaftsmalerei zwischen Harz, Nord- und Ostsee im Spiegel
der Stile und Epochen.
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Günter Grass: Auf beiden Seiten des Kanals: Rapsblüte
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Einen solch breit angelegten Überblick über die Geschichte der Landschaftsmalerei
in Norddeutschland seit Ende des 19ten Jahrhunderts wird man sonst nirgends finden. Und diese
Einzigartigkeit bezieht sich nicht nur auf Inhalte und Stile, sondern ebenso auf die Auswahl der
Künstler - zusammengestellt von Dr. Rudolf Großkopff, dem Kunstbeauftragten des NDR.
In der zurzeit
zu sehenden Ausstellung findet sich alles von hervorragendem Rang und Namen. Als Beispiele hierfür
seien Erich Heckel, Horst Janssen, Hans am Ende, Ivo Hauptmann oder
der Literaturnobelpreisträger Günter Grass genannt.
Selten jedoch ist eine Sammlung abgeschlossen. Und so konnte Funkhauschef Dr. Arno Beyer nicht nur von einer bemerkenswert guten
Zusammenarbeit zwischen NDR und Fürstentummuseum berichten, sondern sich auch über zwei "neue" Werke freuen, die mit dem NDR
zukünftig auf Wanderschaft gehen und eine wesentliche Bereicherung der Sammlung darstellen.
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Otto Brix "Abendstimmung über Bardowick"
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Bei den beiden Malern, die fortan mit dem NDR unterwegs sein werden, handelt es sich um zwei Künstler und zwei Motive aus
dem Landkreis Lüneburg. Das erste Bild, ein winterlicher Waldtümpel, ist eine Leihgabe von Annemarie Deichelbohrer, der Witwe
des 1991 verstorbenen Rullstorfer Malers Mattheus Deichelbohrer. Bei dem zweiten Gemälde, das das Fürstentummuseum aus
seinen Beständen als Leihgabe zur Verfügung stellt, handelt es sich um eine "Abendstimmung über Bardowick", die im Jahr
1936 von Otto Brix, dem eigenwilligen, 1971 verstorbenen Lüneburger Maler, festgehalten wurde.
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Zu sehen ist die empfehlenswerte Ausstellung, die zuvor in Braunschweig und Schwerin gastierte, noch bis zum16. März, jeweils von Dienstag
bis Freitag zwischen 10.00 und 16.00 und am Wochenende von 11.00 bis 17.00 Uhr, im Museum für das Fürstentum Lüneburg in der
Wandrahmstraße 10.
Axel Schlemann
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