![]() |
| Startseite | Kontakt | Über uns | Veranstaltungen | Heinrich-Heine-Stipendium | Links |
|
Grenzenlos 2010 – Argentinien Alan Pauls liest aus „Geschichte der Tränen“
In der Reihe „Grenzenlos“ präsentieren das Literaturbüro Lüneburg und die Literarische Gesellschaft internationale Autorinnen und Autoren mit ihren aktuellen Werken. In diesem Herbst kommen die Autoren aus Argentinien, Großbritannien, Irland und der Schweiz. Die Reihe startet am 14. September mit einer Lesung des argentinischen Autors Alan Pauls. Argentinien ist Ehrengast der Frankfurter Buchmesse in diesem Jahr und Pauls einer der wichtigen zeitgenössischen Vertreter der argentinischen Literatur. Am 5. November geht es weiter mit einer Lesung des irischen Autors Colm Tóibín aus seinem Roman „Brooklyn“. Am 11. November kommt der britische Autor Tim Parks und stellt „Die Kunst stillzusitzen“ vor und am 23. November gibt es ein Wiedersehen mit dem Schweizer Autor Adolf Muschg, der 1994 in der Reihe „Grenzenlos“ gelesen hat. Im Herbst erscheint sein neuer Roman „Sax“. Die Reihe „Grenzenlos – Internationale Literatur in Lüneburg“ wird gefördert von der Stiftung Niedersachsen und dem Lüneburgischen Landschaftsverband. Alan Pauls, 1959 in Buenos Aires geboren, ist einer der bekanntesten Vertreter der jüngeren argentinischen Literatur. Im eigenen Land von Kritik und Leserschaft hochgelobt, erhielt sein Roman „Die Vergangenheit“ (Klett-Cotta 2009) auch in Deutschland viel Aufmerksamkeit und positive Besprechungen. Pauls hat Literatur gelehrt, daneben Drehbücher, Filmkritiken, Essays und sechs Romane geschrieben. Er arbeitet als Kulturkolumnist für eine große Tageszeitung und moderiert eine Fernsehsendung. Sein Werk ist bisher in 14 Sprachen übersetzt worden. Am Dienstag, den 14. September liest er um 20.00 Uhr im Heinrich-Heine-Haus aus seinem gerade in deutscher Übersetzung erschienenen Roman „Geschichte der Tränen“. Die Moderation übernimmt Friederike von Criegern, Hispanistin und Übersetzerin aus Göttingen. Der Lüneburger Schauspieler Thomas Ney liest die deutschen Textpassagen. Als Kind ist der Protagonist in „Geschichte der Tränen“ ein glühender Sozialist im Superheldenkostüm. Und auch später solidarisiert er – der Wand an Wand mit einem militärischen Folterer wohnt – sich heroisch mit den Schwachen und Verfolgten, und dabei weint er gern und viel. Doch als er Jahre später den Putsch gegen Allende im Fernsehen verfolgt, versiegen ihm plötzlich die Tränen. Verwirrt hält er eine bitterböse Rückschau auf die kuriosen Stationen seiner politischen Prägung. Die „Geschichte der Tränen“ erzählt eine verstörende Episode der argentinischen Geschichte. Und dabei macht sie inmitten des lärmenden Getöses der Politik die leisen Töne des Privaten hörbar. |
| [ Startseite | Impressum | nach oben | zurück ] |