Literaturbüro Lüneburg im Heinrich-Heine-Haus  




Heinrich-Heine-Stipendium

Vergabe der Heinrich-Heine-Stipendiaten 2011/2012

Das Heinrich-Heine-Stipendium nimmt bundesweit und im deutschsprachigen Ausland einen hohen Stellenwert in der Literaturlandschaft ein. 36 Autorinnen und Autoren wurden seit 1993 mit einem Heinrich-Heine-Stipendium ausgezeichnet und gefördert, darunter Karen Duve, Felicitas Hoppe, Jan Wagner, Björn Kern, Thomas Lang und zur Zeit Nora Bossong. Bei der aktuellen Ausschreibung sind 115 qualifizierte Bewerbungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beim Literaturbüro eingegangen. Der Literarische Beirat lobte erneut die hohe Qualität der Bewerberinnen und Bewerber und hat sechs Stipendien über einen Aufenthalt von jeweils drei Monaten vergeben an: Catalin Dorian Florescu, Lucy Fricke, Gunther Geltinger, Finn-Ole Heinrich, Ulla Lenze und Robert Seethaler.

Seit 1993 vergibt das Land Niedersachsen zusammen mit der Hansestadt Lüneburg das Heinrich-Heine-Stipendium als Auszeichnung für bisherige Veröffentlichungen und zur Förderung des weiteren schriftstellerischen Schaffens. Die Stipendiaten wohnen mietfrei in der Stipendiatenwohnung im Anbau des Heinrich-Heine-Hauses und erhalten vom Land Niedersachsen ein Stipendiumsgeld in Höhe von 1.400 Euro monatlich, vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Landesmittel.

Das Literaturbüro Lüneburg ist verantwortlich für alle organisatorischen Aufgaben das Stipendium betreffend. Dem Literarischen Beirat des Literaturbüros Lüneburg gehören an: Linda Anne Engelhardt, Germanistin und ehemals Programmleiterin bei der Stiftung Niedersachsen, Prof. em. Dr. Werner Schlotthaus von der Leuphana Universität Lüneburg und Martina Sulner, Literaturredakteurin bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.


2011

Gunther Geltinger, geboren 1974 in Erlenbach am Main, studierte in Wien Drehbuch und Dramaturgie und an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Er nahm an der Autoren-werkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin teil und wurde mit dem Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium der Stadt Köln ausgezeichnet. Sein Debütroman „Mensch Engel“ ist 2008 beim Schöffling Verlag erschienen. Zur Zeit arbeitet er an seinem zweiten Roman.

Catalin Dorian Florescu, geboren 1967 in Timisoara, Rumänien, seit 1982 wohnhaft in Zürich. Studium der Psychologie und Psychopathologie an der Universität Zürich. Von 1995 bis 2001 als Psychotherapeut in einem Rehabilitationszentrum für Drogenabhängige tätig. Seit 2001 freier Schriftsteller. Sein erster Roman „Wunderzeit“ erschien 2001 im Pendo Verlag, weitere Romane wie „Der blinde Friseur“ folgten, Mit „Zaira“ wechselte er zum Verlag C.H. Beck.

Robert Seethaler, 1968 in Wien geboren, erhielt 2007 für seinen Roman „Die Biene und der Kurt“ den Debütpreis des Buddenbrookhauses. 2008 erschien sein zweiter Roman beim Verlag KEIN & ABER „Die weiteren Aussichten“. Seethaler ist auch als Drehbuchautor tätig. Sein Drehbuch „Die zweite Frau“ wurde von Hans Steinbichler verfilmt. Robert Seethaler lebt und schreibt in Berlin und Wien.



2012

Lucy Fricke, 1974 in Hamburg geboren, lebt in Berlin. Nach der Mitarbeit im Bereich Script/ Continuity bei zahlreichen Filmproduktionen studierte sie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2005 gewann sie den 1. Preis beim Berliner Literaturwettbewerb "open mike". Ihr erster Roman "Durst ist schlimmer als Heimweh" erschien 2007 beim Piper Verlag. Im Herbst 2010 erscheint ihr neuer Roman „Ich habe Freunde mitgebracht“ beim Rowohlt Verlag.

Ulla Lenze, 1973 in Mönchengladbach geboren, lebt als freie Schriftstellerin in Köln. Sie studierte Schulmusik und Philosophie. Ihr Debütroman “Schwester und Bruder” erschien 2003 bei DuMont, der zweite Roman “Archanu” 2008 im Ammann Verlag. Lenze erhielt verschiedene Preis und Stipendien, darunter den Ernst-Willner-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb.

Finn-Ole Heinrich, 1982 geboren, wuchs in Cuxhaven auf. Er studierte Filmregie in Hannover und lebt heute in Hamburg. Im Hamburger mairisch Verlag erschien 2005 sein Erzählband „die taschen voll wasser“, im Herbst 2007 folgte der Roman „Räuberhände“ und in diesem Frühjahr der Erzählband „Gestern war auch schon ein Tag. Heinrich wurde 2008 mit dem Nicolas-Born-Debütpreis des Landes Niedersachsen ausgezeichnet.


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