Literaturbüro Lüneburg e.V.
Am Ochsenmarkt 1a | 21335 Lüneburg
Telefon: 04131-3093687 | Fax: 04131-3093688
Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9.00 bis 12.30 Uhr
 
 Mi, 22. November 2017
19.30 Uhr
Glockenhaus
Eintritt: € 10,- / 7,- ermäßigt

Karten:
- Literaturbüro Lüneburg:
  04131-3093687
- Lünebuch
- Bücher Am Lambertiplatz

Restkarten gratis für Studierende

Abholung: Ab eine halbe Stunde
vor Beginn der Veranstaltung

Veranstalter:
Literaturbüro Lüneburg, Literarische Gesellschaft

Ehrengast im Heinrich-Heine-Haus 2017

Michael Köhlmeier in Lesung und Gespräch

Der Literarische Beirat des Literarturbüros Lüneburg hat den österreichischen Schriftsteller Michael Köhlmeier als "Ehrengast im Heinrich-Heine-Haus 2017" benannt. Er ist ein meisterhafter Erzähler und einer der wichtigsten deutschsprachigen Schriftsteller. Sein vielseitiges und vielfach ausgezeichnetes Werk umfasst Romane, Erzählungen, Hörspiele und Drehbücher sowie Lieder. Auch seine Nacherzählungen antiker Sagenstoffe und biblischer Geschichten waren sehr erfolgreich. Zu seinen hochgelobten Romanen zählen u.a. "Abendland" (2007), "Die Abenteuer des Joel Spazierer" (2013) und "Zwei Herren am Strand" (2014). 2016 erschien "Das Mädchen mit dem Fingerhut" und in diesem Jahr der Gedichtband "Ein Vorbild für die Tiere" sowie die Novelle "Der Mann, der Verlorenes wiederfindet". 2017 wurde er mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung und dem Marie Luise Kaschnitz-Preis für sein Gesamtwerk ausgezeichnet. Köhlmeier, 1949 in Hard am Bodensee geboren, lebt in Hohenems/Vorarlberg und Wien. Er ist verheiratet mit der Schriftstellerin Monika Helfer.

Michael Köhlmeier liest aus seinen letzten Veröffentlichungen. 2016 erschien der Roman "Das Mädchen mit dem Fingerhut" und 2017 der Gedichtband "Ein Vorbild für die Tiere" sowie die Novelle "Der Mann, der Verlorenes wiederfindet". Darin erzählt Michael Köhlmeier von einem Mann, der zur Legende wird und doch unbekannt geblieben ist: Antonius liegt auf dem Platz vor der Kirche. Er hatte die Schmerzen nicht mehr ertragen, die Straße nach Padua war gepflastert und der Wagen hart gefedert. Jetzt liegt er da und erinnert sich an alles, was ihn hierhergebracht hat, von der Kindheit in Portugal bis in den Orden des heiligen Franziskus. In einer Epoche voller Gewalt fragt sich Antonius, wie kommt das Böse in die Welt? Habe ich etwas dagegen bewirkt mit meinen Reden? "Köhlmeier erinnert uns sowohl an die Menschlichkeit des Zweifelns als auch an das Urmotiv des Christentums, nämlich an die Nächstenliebe, die keine Glaubensunterschiede kennt." Carsten Otte, SWR2

Die Ehrengast-Lesung wird mit Mitteln der Sparda-Bank gefördert.