Literaturbüro Lüneburg e.V.
Am Ochsenmarkt 1a | 21335 Lüneburg
Telefon: 04131-3093687 | Fax: 04131-3093688
Öffnungszeiten: montags bis freitags von 9.00 bis 12.30 Uhr
 
 Di, 27. Februar 2018
19.30 Uhr
Heinrich-Heine-Haus
Eintritt: € 9,- / 7,- ermäßigt

Karten:
- Literaturbüro Lüneburg:
  04131-3093687
- Lünebuch
- Bücher Am Lambertiplatz

Restkarten gratis für Studierende

Abholung: Ab eine halbe Stunde
vor Beginn der Veranstaltung

Veranstalter:
Literaturbüro Lüneburg, Literarische Gesellschaft

Heinrich-Heine-Stipendium:

Janko Marklein und Marion Poschmann

Der aktuelle Heinrich-Heine-Stipendiat Janko Marklein ist von Mitte Januar bis Mitte April in Lüneburg. Er liest zusammen mit Marion Poschmann, die 2006 Heine-Stipendiatin war.

Janko Marklein, 1988 in Bremen geboren, studierte Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig sowie Philosophie in Leipzig und Berlin. 2010 erhielt er den ersten Preis beim open mike und 2012 das Bremer Autorenstipendium für Auszüge aus seinem Roman „Florian Berg ist sterblich“. Das Buch erschien 2015 bei Blumenbar / Aufbau Verlag. Florian Berg ist der menschgewordene Widerspruch. Kein Wunder bei diesen Eltern. Der Vater ist Pastor und in ihrer niedersächsischen Gemeinde für die Hochzeiten zuständig, die Mutter ist Pastorin und übernimmt die Beerdigungen. Florian zieht zum Studium nach Leipzig, doch die Widersprüche ziehen mit: Er ist Couch-Potato und Abenteurer, fühlt sich zu Mädchen hingezogen und von ihnen abgestoßen, er sehnt sich nach Liebe und hat Angst vor ihr. Bis er sich eines Tages von der Couch erhebt und auf große Tour geht. Kaum unterwegs, stellt er fest, dass er die größte Rechnung noch mit sich selbst begleichen muss.

Marion Poschmann, 1969 in Essen geboren, wurde für ihre Prosa und Lyrik vielfach ausgezeichnet. „Die Kieferninseln“ stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2017.Gilbert Silvester, Privatdozent und Bartforscher im Rahmen eines universitären Drittmittelprojekts, steht unter Schock. Letzte Nacht hat er geträumt, dass seine Frau ihn betrügt. In einer absurden Kurzschlusshandlung verlässt er sie, steigt ins erstbeste Flugzeug und reist nach Japan, um Abstand zu gewinnen. Dort fallen ihm die Reisebeschreibungen des klassischen Dichters Basho- in die Hände und plötzlich hat er ein Ziel: Wie die alten Wandermönche möchte auch er den Mond über den Kieferninseln sehen. Auf der traditionsreichen Pilgerroute könnte er sich in der Betrachtung der Natur verlieren und seinen inneren Aufruhr hinter sich lassen. Aber noch vor dem Start trifft er auf den Studenten Yosa, der mit einer ganz anderen Reiselektüre unterwegs ist, dem „Complete Manual of Suicide“. „Die Kieferninseln“ ist ein Roman von meisterhafter Leichtigkeit: tiefgründig, humorvoll, spannend, zu Herzen gehend.


Die Lesungen der Heinrich-Heine-Stipendiaten werden von der Sparkassenstiftung Lüneburg gefördert.