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Die Werkzeuge und Abschläge sind weit über 100.000 Jahre alt; sie datieren mehrheitlich in die erste Hälfte der vorletzten (Saale-) Eiszeit; einige weisen ein noch höheres Alter auf. Letztere sind wahrscheinlich durch Gletschervorstöße der Saaleeiszeit umgelagert worden.
Im Landkreis Lüchow-Dannenberg wurden in der jüngsten Vergangenheit eine ganze Reihe von weiteren altsteinzeitlichen Fundplätzen entdeckt; der wohl bekannteste befindet sich bei Lichtenberg.
- Funde der jüngeren Alt- und Mittelsteinzeit (Jungpaläolithikum und Mesolithikum) aus dem Ilmenaugebiet (ehem. Slg. Legahn):
Die verschiedenen Flintartefakte datieren größtenteils in den jüngeren, nacheiszeitlichen Abschnitt der Altsteinzeit und die anschließende Mittelsteinzeit, das sog. Mesolithikum. Sie stammen aus der Privatsammlung von Ernst Legahn, der sie freundlicherweise dem Museum übereignete. Gefunden wurden sie mehrheitlich im Bereich der Ilmenau. Ihr genauer Fundort ist nicht mehr feststellbar, da die entsprechenden Unterlagen Opfer eines Brandes wurden.
Diese Werkzeuge, teilweise aus Klingenbruchstücken gefertigt, fanden z. B. als Pfeilspitzen oder als Einsätze in Harpunen Verwendung.
Die bekanntesten, bis dato entdeckten Fundplätze der jüngeren Altsteinzeit liegen im Bereich der Ilmenau bei Adendorf, Neu-Häcklingen, Deutsch Evern und Melbeck.
Im Verlauf der mittleren Steinzeit wurde die Vegetation dichter.
Für die Jäger der damaligen Zeit wurde es demnach auch schwieriger, das angeschossene Wild zu verfolgen und aufzuspüren. Aus diesem Grunde ging man dazu über, querschneidige Pfeilspitzen zu verwenden, die bei dem Jagdbeutetier eine stark blutende Wunde verursachten. War es nach erfolgtem Treffer durch einen Pfeil mit einer solchen Spitze noch in der Lage, ein Stück weit zu fliehen, konnte es anhand seiner Blut- ("Schweiß"-) Spur leichter gefunden werden.
Während im nordöstlichen Niedersachsen noch mesolithische Menschengruppen von Jägern und Sammlern eine aneignende Wirtschaftsweise betrieben, hatte im Süden des heutigen Niedersachsens längst eine neue Epoche begonnen: die Jungsteinzeit (= Neolithikum).
Funde aus der beginnenden Jungsteinzeit:
Auf den fruchtbaren Lößböden nördlich des Harzes war der Mensch seßhaft geworden und betrieb schon vor 7000 Jahren Ackerbau und Viehzucht.
Trotz dieses "Kulturgefälles" zwischen dem Norden und dem Süden gab es dennoch eine Reihe von Kontakten, die sich in Gestalt einiger Steingeräte niederschlugen. Diese wurde fast ausschließlich entlang der Elbe und ihrer Nebenflüsse gefunden. Dies deutet auf intensive Handelsbeziehungen zwischen den Trägern der mitteldeutschen Bauernkulturen und den einheimischen spätmesolithischen Jägern und Sammlern hin, bei der die Elbe erstmals als zentraler Verkehrs- uns Handelsweg in Erscheinung tritt.
D. Gehrke M.A.
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