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Der Baubeginn des Lüneburger
Rathauses liegt um 1230.
Im Laufe der Jahrhunderte entstanden immer mehr Einzelbauten, die
sich zum größten Rathaus des Mittelalters in Norddeutschland
zusammenfügten.
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Ein
kleiner Auszug aus der Baugeschichte des Rathauses: |
| 1230 |
entsteht aus Bruchsteinen des Gipsbruches das älteste
Rathaus.
Seit 1898 ist hier in einem Neubau das Stadtarchiv untergebracht. |
| Um 1297 |
Errichtung der Ratskapelle zum "Kleinen Heiligen Geist". |
| Um 1300 |
Bau des Gewandhauses (Verkaufsstätte der Wandschneider) |
| 1328 Bau |
eines neueren, größeren Sitzungssaales (parallel
zum ältesten Rathaus, auch Laube genannt) Weiterhin Bau des
Ratsweinkellers in den Gewölben unter dem Gewandhaus. |
| 1367 |
Bau der Stadtwaage (dem Gewandhaus südlich vorgelagert,
heute noch Waagestraße) |
| 1389 |
Bau des Markt- oder Niedergerichts (nördliche Längsfront
des Gewandhauses)
Die noch vorhandenen Wandmalereien von Daniel Frese stammen aus
dem Jahre 1607.
Zwischen 1449 und 1464 wird der Ausbau des Rathauses zügig vorangetrieben.
Über dem Gewandhaus wird der Fürstensaal gebaut.
Weiterhin entsteht die gotische Ostfassade des Rathauses. |
| 1476 - 1482 |
Der Kämmereiflügel am Marienplatz wird erbaut.
(Unverändert erhalten gebliebene 7-staffelige Kämmereigiebel)Der
Giebel ist eine herausragende Leistung gotischer Backsteinbaukunst.
In den Spitzbogennieschen befinden sich Figuren. |
| 1491 |
wird an die Laube die Körkammer angebaut.
In diesem Raum, dessen ursprüngliches Aussehen erhalten
wurde, fanden die Wahlen des Bürgermeisters statt. |
| 1564-1567 |
Errichtung des nördlichen Mitteltraktes im Renaissancestil.
Hierhin wurde die große Ratsstube gebaut. Im Winter diente
er als Situngssaal, er konnte mit nur einem großen Ofen beheizt
werden.
Die Paneele, die Türen und der Ratsstuhl stammen vom Ratstischler
Gert Suttmeier.
Daniel Frese fertigte die Wandmalereien an. Vom Holzschnitzer Albert
von Soest stammen die einzigartige Kunstwerke.
Im Kämmereiflügel befinden sich die 1583 von Warneke Burmester
ausgestaltete große Commissionstube und die Sülfmeisterkörkammer.
Hier fand die Wahl des Sülfmeisters statt (höchster Salinenbeamter) |
| 1704 |
entstand die barocke Marktfassade (Der Rat beschloß
die Erneuerung der Ostfassade, nachdem durch ein Unwetter 1703 Einsturzgefahr
für die ehemals 5 Rathaustürme besteht. |
| 1702-1706 |
Errichtung des Trauben- und Huldigungssaales
1706 nimmt Kurfürst Georg Ludwig die (letztmalig erfolgte) Huldigung
des Rates entgegen
Im Traubensaal fanden im 19. Jahrhundert die gemeinsamen Sitzungen
des Magistrats und des Bürgervorsteher-Kollegiums statt. |
| Lit: Elmar Peter: "Lüneburg-Geschichte
einer 1000jährigen Stadt" |
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