| April 2003
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Aktuelles aus Lüneburg |
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Ein Urwald im Wasserturm?
Ausstellungseröffnung "Erde. Urwald. Mensch." im Lüneburger Wasserturm
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Ein Urwald im Wasserturm?
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Die Ausstellung Erde. Urwald. Mensch., die am 13. April 2003 im Lüneburger Wasserturm eröffnet wurde, übertrifft den Anspruch, den die Aussteller sich selbst zum Ziel gesetzt haben:
Sie möchten "dem viel verwendeten aber vielen Menschen nicht verständlichen Begriff der "Nachhaltigkeit" ein Gesicht geben und Möglichkeiten des Handelns aufzeigen."
Der Besuch der Ausstellung prägt nachhaltig, denn man geht mit dem Gedanken: "Hier muss ich auf jeden Fall noch einmal hin."
Die Gemeinschaftsausstellung von Bauckhof Amelinghausen, der Greenpeace-Gruppe Lüneburg, des Heinrich-Böll-Hauses Lüneburg, der Volkshochschule Lüneburg und des Wasserturms Lüneburg, überzeugt durch die Vielfältigkeit der Gestaltung, die den Zugang zu diesem komplexen Thema interessant, spannend und einfach macht.
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Die umfangreiche Ausstellung verdeutlicht den Kreislauf der Natur in Verbindung
mit den Menschen, die mit ihr leben, sie nutzen und sie ausbeuten.
Es geht aber auch insbesondere um die Möglichkeiten, die der einzelne hat, Nachhaltigkeit zuleben.
Die Ausstellungsinhalte werden auf fünf Ebenen im Wasserturm
präsentiert. Jede Ebene hat ihren eigenen Charakter. Es gibt Info-Tafeln, die auch für Kinder
interessant gestaltet sind, Bäume, Baumschnitte, Photos, Szenen u.v.m. Besonders schön ist das
Erleben mit den Sinnen: Natürliches zum sehen, tasten, riechen, gucken, hören …und…einen Urwald
gibt es auch…lassen Sie sich überraschen.
Musikalisch begleitet wurde die Vernissage von Didgeridoospieler Markus Holm Petersen, der uns
anhand seines Instrumentes ein Beispiel für eine nicht nachhaltige Entwicklung aufzeigte:
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Die Info-Tafeln kommen auch bei den Jüngeren gut an |
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 Didgeridoospieler Markus Holm Petersen |
Seit 60.000 Jahren gibt es in Australien das Digderigo. Es wird aus Ästen des Eukalyptus - Baumes
hergestellt, deren Inneres von Termiten ausgehöhlt wurde. Eukalyptus ist eins der härtesten
Hölzer der Erde.
Um die Nachfrage nach Digderigos zu befriedigen, werden für den aktuellen Trend gesunde Bäume
gefällt und künstlich ausgehölt.
Eine japanische Firma verwendet dieses Holz für Essstäbchen und rodet dafür ganze Wälder ab.
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Für das Spielen des Didgeridoos braucht man einen langen Atem, diesen scheint
auch die zivilisierte Welt zu brauchen, um die bereits von Kyoto beschlossenen Programme zur
Nachhaltigkeit umzusetzen. Bisher wurden diese Abkommen weder von den USA noch vom Irak
unterzeichnet.
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Martin Kaiser (Greenpeace Deutschland
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Wie viel Zeit ist schon verflossen?
Bei dem Weltgipfel in Johannesburg sollte versucht werden, Lösungen für die drängenden Probleme der Welt zu finden.
Martin Kaiser (Greenpeace Deutschland) führte mit dem Thema "Urwälder " in die Ausstellung ein:
Urwälder beherbergen zweidrittel aller an Land lebenden Tier- und Pflanzenarten. Auch für Menschen sind die Urwälder Heimat und Lebensraum. So leben in den Urwäldern rund 500 Millionen Ureinwohner.
Bis heute wurden bereits 80% der Urwälder zerstört. Die Hälfte der Abholzung
hat in den letzten 30 Jahren stattgefunden.
Die noch bestehenden sieben Urwaldgebiete sind wichtig zur Speicherung von Kohlenstoff aber auch für die Trinkwasserversorgung.
Es besteht sofortiger Handlungsbedarf.
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Es betrifft nicht nur Firmen wie Holz- und Papierkonzerne, sondern auch Regierungen, die die Ausbeutung der Natur dulden.
Wie werden Teile unserer Steuergelder ausgegeben? Welches Papier wird verwendet und aus welchem Holz sind eigentlich die Möbel in öffentlichen Gebäuden gemacht?
Regierungen müssen erkennen, wie wichtig es ist, den Urwald zu schützen.
Was können wir tun? |
Josefin zum Felde (Wasserturm Lüneburg), bedankte sich bei allen
Ausstellern, die "ihre" Ebenen im Wasserturm mit viel Liebe aufgebaut haben. "Der Turm ist kaum mehr als Turm zu erkennen."
Bürgermeister Fischer würdigte die gute Zusammenarbeit der Aussteller, die die Wichtigkeit der
Ressourcenpflege verdeutlicht und begreifbar macht.
Ulrich Hellfritz (Heinrich-Böll-Haus Lüneburg) plädierte für den friedlichen Umgang mit der
Natur. "Der Urwald braucht keine Bulldozer und wir brauchen auch keine teppichknüpfenden Kinder.
"Wir wollen partnerschaftlichen Handel."
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 Bürgermeister Fischer |
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Der zweite Teil der Ausstellung zum Thema ökologischer Landbau wird auf dem Bauckhof Amelinghausen gezeigt
Dort wird eine 100%ige Umsetzung des ökologischen Landbaus gefordert. "Wenn wir vernünftiger und pfleglicher mit unserer Natur und den Nutzungsflächen umgehen würden, wären Katastrophen wie die Jahrhundertflut im Sommer 2002 nicht in der Form passiert."
Birgit Borchers (Volkshochschule Lüneburg) präsentierte die Wanderausstellung des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaftt.
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Die Ausstellung kann Hoffnung geben.
Viele geben schon einen Beitrag, wie an der Ausstellung erkennbar ist.
Seit November 2002 existiert eine aktive Greenpeacegruppe in Lüneburg.
Ansässig ist sie im Heinrich-Böll-Haus.
Parallel zur Ausstellung "Erde. Urwald. Mensch." hat auch die Dauerausstellung im Wasserturm Lüneburg zum Thema "Wasser" geöffnet und die Aussichtsplattform auf dem höchsten Punkt des Wasserturms lädt zu einem herrlichen Rundblick über Lüneburg und die Umgebung ein.
Gruppen, Schulklassen und Konfirmanden sind herzlich eingeladen, sich zu Sonderführungen durch den Wasserturm und die Ausstellung anzumelden (Josefin zum Felde, Wasserturm Lüneburg, Tel. 04131/7895919).
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Tast mich...
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Zur Ausstellung findet ein umfangreiches Begleitprogramm statt.
(13. April 2003)
Weitere Informationen zur Ausstellung und Ausstellungsinhalte
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Zu sehen ist die Ausstellung vom 13.04.03 bis 09.06.03
im Lüneburger Wasserturm
Öffnungszeiten:
täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr
Weitere Informationen: www.wasserturm.net
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