"Wolken" im Museum für das Fürstentum Lüneburg |
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Dr. Eckard Michael, Museumsdirektor im Museum für das Fürstentum Lüneburg
eröffnete die Ausstellung "Wolken", die bis zum 16. April 2001 zu besichtigen ist, und führte in Anwesenheit des Malers in das Werk ein:
Der Maler Donald Wienand, 1974 in Salzburg geboren, steht noch am Anfang seiner Laufbahn. Mit der Malerei beschäftigt er sich allerdings schon seit seiner Kindheit. Von 1995 bis 1997 lebte und malte er in Lüneburg. Seit 1997 studiert er an der Akademie der Künste in Wien. |
![]() Donald Wienand, Maler und Dr. Eckard Michael, Museumsdirektor im Museum für das Fürstentum Lüneburg |
| Mit der Ausstellung stellt Donald Wienand den abgeschlossenen Werkzyklus "Wolken" vor, der im Jahr 2000 begann. Zeitgleich beschäftigte er sich mit Psychologie und Selbstdarstellung im Themenbereich Medizin. Weiterhin führte er das Thema Landschaft und Realismus im Kontext Mensch, Natur und Technik fort. | |
![]() Wolkenzyklus |
Die in Öl auf Leinwand gemalten Bilder stellen Natur mit fotografischen Ansätzen dar. Vorbilder des Malers sind die amerikanischen Fotorealisten wie z.B. Ralph Goings, Richard Estes, Chuck Lose und weiterführend gegenwärtig zum Werk von Gerhard Richter.
Der Wolkenzyklus beginnt mit Landschaftscharakter, also einer realistischen Darstellung von z.B. "Schönwetterwolken", "Abendwolken" und "Wolken in Dänemark".
Dann verselbständigt sich das Thema in einer "Vierer-Gruppe", fast hin zum Abstrakten, auf denen nur noch Strukturen zu erkennen sind.
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| Begleitend zur Ausstellung hat Donald Wienand einen Fragekatalog erstellt, der einen guten Zugang zum Thema Wolken bietet, denn wer stellt sich nicht die Frage:
"Warum ausgerechnet Wolken"? - Warum male ich Wolken ? - Dr. Eckard Michael betonte, daß es für einen Künstler eine Herausforderung ist, so etwas wie Wolken oder Wasser zu malen. Donald Wienand hat mit seinem Werk sein technisches Können unter Beweis gestellt. | |
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Wolken sind flüchtig und jede für sich ist einzigartig. Die Wolke hat etwas Symbolisches,
wodurch sie eine metaphysische Komponente erhält.
Die Metaphysik ist die Wissenschaft von den ersten Prinzipien des Seienden.
Wolken eignen sich sehr gut um sich mit Grundfragen wie: "Woher komme ich?" - "Wohin gehe (ziehe) ich?" auseinanderzusetzen.
Mit dem "Wolkenzyklus" hat sich der Maler mit seiner Umwelt auseinandergesetzt. Die Bilder reichen von der realistischen Darstellung bis hin zur abstrakten Form. Sie beinhalten die Frage nach dem eigenen Standpunkt. |
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Dem Künstler ist es gelungen, durch die realistische, "objektive" Darstellung von Wolken, dem Betrachter eine eigene subjektive Auseinandersetzung zu ermöglichen. Der "Wolkenzyklus" lädt dazu ein, sich Gedanken über den eigenen Standpunkt bei "(vorbei)ziehenden Wolken" zu machen, die ja eigentlich doch nicht ziehen, denn sie sind im Bild festgefroren. Dieser Effekt und nicht zuletzt die Größe der Bilder begünstigen, daß man in Gedanken versinken kann...
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