Ein zauberhafter Frühling - Benefizkonzert zugunsten der Kinder von Tschernobyl

 
Selten hat das Wetter dem Musikalischen Frühling Bleckede so gut mitgespielt wie in diesem Jahr: fast alle Konzerte konnten im malerischen Hof des ElbSchlosses stattfinden, vor mehr Zuhörern als in manchem Jahr zuvor.
Und auch das Orchester erwies sich als Glücksgriff: erstmals absolvierte mit dem Sinfonieorchester der Nationalen Philharmonischen Gesellschaft der Ukraine ein einziges Orchester alle Programmpunkte. Und das vermochte beim Sinfoniekonzert am Freitag abend ebenso zu überzeugen wie beim Kinderkonzert am Sonnabend Nachmittag: da war der Schlosshof Ziel so manchen Familienausfluges.

Auch wenn sich der Schirmherr, der ukrainische Botschafter Ukraine in Deutschland, Dr. Anatolij Ponomarenko, verspätete, wurde das Benefizkonzert für die Kinder von Tschernobyl ein voller Erfolg.

Gebannt lauschten die jungen Zuhörer der Zauberoper Zar Saltan von Rimsky-Korsakow und Erzählerin Anne Böttcher, die das russische Märchen erläuterte. Bereits zuvor hatte Zauberer Nikodemus Pocholudens die Besucher in seinen Bann gezogen. Ein Teil der Einnahmen wird verschiedenen Hilfsaktionen für die vom Atomunfall betroffenen Kinder in der Region Tschernobyl zur Verfügung gestellt.

Benefizkonzert zugunsten der Kinder von Tschernobyl Der kleine Lennart durfte
dem großen Zauberer Nikodemus Pocholudens beim Zaubern assistieren - und lernte gleich seinen ersten Trick.
Abends standen Brahms Ungarische und Dvoráks Slawische Tänze auf dem Programm, dazu intonierte das Sinfonieorchester der Nationalen Philharmonischen Gesellschaft der Ukraine Felix Mendelssohn-Bartholdys Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90, genannt die "Italienische" und "Capriccio italien op. 45" von Peter Tschaikowsky.
Mit Ravels Boléro, Gabriel Faurés "Pelléas et Mélisande" und Sergej Rachmaninows Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 fand die diesjährige Konzertreihe beim Abschlusskonzert am frühen Sonntag Abend ihren Abschluss. Die Musiker aus der Ukraine, die in der Jugendbildungsstätte Neetze untergebracht waren, machten sich bereits am Montag morgen wieder auf den Heimweg - vielleicht auf ein Wiedersehen in Bleckede. -aj-

05.06.2002
 
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