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Karze.
„Dieses Gesetz scheint ein Segen für unsere Region zu sein“, zog Heinrich Beneke, Vorsitzender der Ortsgruppe Bleckede des Vereins zum Schutz der Kulturlandschaft und des Eigentums im Elbtal e.V. bei der Jahreshauptversammlung am Montag Abend im Karzer Landgasthof Wolter ein erstes Resümee des Jahre langen Tauziehens um das Biosphärenreservat Niedersächsische Elbetalaue.
Beneke und seine Mitstreiter gehörten zu den Kritikern des gescheiterten Nationalparkes an der Elbe, aber auch der Nachfolger Biosphärenreservat fand bei ihnen keine ungeteilte Zustimmung. In mühsamen Verhandlungen mit dem Umweltministerium in Hannover und der Lüneburger Bezirksregierung konnte der Verein zumindest einen Teil seiner Forderungen umsetzen, etwa die drohende Verbuschung des Deichvorlandes. „Wir haben immer auf die Gefahr der Verbuschung hingewiesen, aber nichts ist passiert“, sagt Heinrich Beneke. |
Heinrich Beneke, langjähriger Vorsitzender des Vereins, wurde auf
der gut besuchten Jahreshaupt- versammlung in seinem Amt bestätigt.
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Jetzt habe man endlich Antwort auf einen Brief an die Bezirksregierung bekommen. Darin schreibe Regierungspräsidentin Birgit Honé, dass „für einen vollständigen Hochwasserschutz auch den Überschwemmungsflächen Aufmerksamkeit zu schenken sei“, berichtet Beneke. Die Bezirksregierung habe eine Hochwassermodellberechnung für die Elbe in Auftrag gegeben, um die aus wasserwirtschaftlicher Sicht notwendigen Maßnahmen zum Hochwasserabfluss zu ermitteln. Diese Studie sei allerdings noch in Arbeit, eine Aussage daher noch nicht möglich. „Da tut sich schon etwas, wir werden nicht locker lassen“, bekräftigt der erste Vorsitzende. Sieben Mal habe der Gesamtvorstand getagt, vier mal Gespräche mit dem Umweltministerium geführt und dafür rechtliche Hilfe in Anspruch genommen, listete Beneke in seinem Jahresbericht auf. Der Aufwand habe sich gelohnt, wenn man jetzt das Gesetz betrachte: „Wenn das Biosphärenreservat von den hier lebenden Menschen nicht angenommen wird, ist das Projekt ohnehin gescheitert.“ In sechs Ortschaften unterstütze der Verein die Kopfweidenpflege, 82 Bäume wurden ausgesägt, acht neue gepflanzt. Der Antrag, der Verein solle die Kopfweidenpflege auch künftig mit 500 Euro unterstützen, wurde von den Mitgliedern einstimmig angenommen.
Der Schutz der Kulturlandschaft liegt Beneke und seinen Vorstandskollegen ohnehin am Herzen. „Wenn einer kein Windrad sehen will, soll er hierher kommen“, flachst er, „denn bei uns im Biosphärenreservat werden keine gebaut.“
Nach fünf Jahren gab Kassenwart Karl-Ludwig Günther seinen Posten ab. Ein Nachfolger wurde nicht gewählt, die Kassenführung soll künftig der Gesamtverein übernehmen. Kassenwart und Vorstand wurden einstimmig entlastet, bei den anschließenden Vorstandswahlen wurden Heinrich Beneke als erster Vorsitzender, Carsten Röhr als zweiter Vorsitzender und Schriftführer Hans-Wilhelm Stabe einstimmig wieder gewählt.
Bereits zum vierten Male sei er bei einer Jahreshauptversammlung des Vereins dabei, rechnete Detlef Paschen, Leiter der Stabsstelle für Kreisentwicklung beim Landkreis Lüneburg, nach. Das Biosphärenreservatsgesetz sei „kein Wunder, sondern ein hartes Stück Arbeit“ gewesen, betonte er. Das Gesetz sei ein Novum, weil es „mit aktiver Hilfe und Mitwirkung der Betroffenen“ entwickelt wurde. Das Hochwasser im August habe gezeigt, dass „die Naturgewalten der Elbe nicht unterschätzt werden dürfen, Hochwasserschutz hat absoluten Vorrang.“
-aj-
08.01.2003 |