NABU stellt "Vogel des Jahres 2001" vor

Haubentaucher als Symbol für die Gefährdung der Gewässer
Elbmarschpost
 
Berlin.
Der Haubentaucher ist "Vogel des Jahres" 2001.

Am 27.10.00 stellte der Naturschutzbund NABU in Berlin die Auswahl vor. Damit fiel zum ersten Mal in der 30jährigen Geschichte der Aktion die Wahl auf einen Wasservogel.

"Mit dem Haubentaucher möchten wir auf die Gefährdung unserer Gewässer und ihrer Bewohner aufmerksam machen", sagte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz.

Der Haubentaucher
Der Haubentaucher
Der etwa entengroße Haubentaucher ist einer der markantesten heimischen Wasservögel.
Mit seinem prächtigen Federkleid und der charakteristischen Haube aus rotbraunen und schwarzen Federn, seinem auffälligen Balzritual und seinem unverwechselbaren Ruf prägen die Vögel im Frühjahr die Stimmung an vielen Seen. Dabei stelle der Haubentaucher nur wenige Bedingungen an sein Revier, erläutert Helmut Opitz:
"Der See sollte groß genug sein, mindestens etwa zehn Hektar." Er benötige Ufer mit geeigneten Nistplätzen, vor allem Schilfgürtel, und ein ausreichendes Nahrungsangebot an kleinen Fischen.

Viele Wasservogelarten weisen heute in Deutschland einigermaßen stabile Populationen auf. Dazu hätten die ganzjährige Schonzeit vieler Arten, die Ausweisung von Feuchtgebieten als Schutzgebiete nach deutschem oder internationalem Recht und die Verbesserung der Wasserqualität der meisten Gewässer beigetragen.
Dennoch sind einige Arten durch fortschreitenden Lebensraumverlust oder die Nachstellung des Menschen immer noch stark bedroht. Besonders an kleineren Gewässern sei es daher notwendig, geeignete Brut- und Ruhezonen auszuweisen, so NABU-Vizepräsident Opitz. -fr-

 
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