"Schule OHNE Rassismus (SOR - SMC)"
"Schule MIT Courage "

SchülerInnen machen Musik im (Clamart)Park gegen Rassismus
 
Uli Nehls, Bundesgeschäftsführer von SOR-SMS
Uli Nehls, Bundesgeschäftsführer von SOR-SMS
Das aus Belgien und den Niederlanden stammende Projekt gibt es seit 7 Jahren auch in Deutschland und jetzt das erste Mal auch in Lüneburg. Schülerinnen und Schüler sind hierbei aufgefordert, sich mit Diskriminierung und Rassismus zu beschäftigen, entsprechende Strukturen im eigenen Umfeld aufzudecken und zu verändern.

Uli Nehls, Bundesgeschäftsführer von SOR-SMS: "Das Projekt heißt Schule OHNE Rassismus, weil die Arbeit am eigenen Verzicht im Zentrum der Bemühungen steht und weil es 1000 mal sinnvoller ist, diese Welt als eine Bestimmung zu bunter Vielfalt zu verstehen, die sie in Wirklichkeit ist!
Deshalb heißt es auch Schule MIT Courage, weil Menschen Mut brauchen, gegen den Strom zu schwimmen und seine Meinung dort zu sagen, wo sie hingehört, gerade wenn sie da unbequem wird!"
Aus dem Landkreis Lüneburg beteiligten sich die Kopernikus - Realschule, die Realschule Oedeme und die Wilhelm-Raabe-Schule (Gym), aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg, die BBS Lüchow und aus dem Landkreis Uelzen, die Kooperative Gesamtschule Bad Bevensen.

Seit November 2001 organisierten 15 SchülerInnen dieser Schulen das Festival unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Ulrich Mädge im Clamart Park in Lüneburg. Alle beteiligten Bands, BESSER - BROKEN SILENCE - GABY - CREEPY - FORCAY - FÖRDERATION - CLINT - TISCHLEREI LISCHITZKI und der KINDERCHOR NEETZE spielten ohne Gage.

15 SchülerInnen der fünf beteiligten Schulen organisierten das Festival im Clamart-Park Lüneburg
15 SchülerInnen der fünf beteiligten Schulen organisierten das Festival im Clamart-Park Lüneburg
Zahlreiche Lüneburger Sponsoren, Avacon, Druckerei Buchheister, DBL Marwitz, GFA, Hedemann, Hotel Bremer Hof, das Italienische Restaurant "La Grotta", Lions Club Lüneburg, Park-Hotel, PC Spezialist, Round Table 70 Lüneburg und das SALÜ Salztherme Lüneburg unterstützten dieses Projekt.
Es gab zahlreiche Informationen über Initiativen wie ai aimnesty international, Antifaschistische Aktion Lüneburg/Uelzen, amistad, etc...
Die Lüneburger Ausländerbeauftragte Jaqueline Wolff
Die Lüneburger Ausländerbeauftragte Jaqueline Wolff
Auch für die Lüneburger Ausländerbeauftragte Jaqueline Wolff ist die Würde des Menschen unantastbar. "Jeder Mensch ist ein Individuum, ob jung oder alt, krank oder behindert, hell- oder dunkelhäutig, Mann oder Frau, die Würde ist nicht am Einkommen oder am gesellschaftlichen Stand festzumachen.

In unserem Alltag können wir viele kleine Gesten gegen Armut, Ungerechtigkeit und Perspektivlosigkeit tun, die kein Geld kosten, aber die Welt doch verändern können."

 
Dieses Projekt/Festival soll vor Ort Schule machen, um noch mehr Schulen in dieser Region einzubinden. Die beteiligten Schulen erhalten den Titel "Schule OHNE Rassismus - Schule MIT Courage", wenn sie bestimmte Aktionen zu diesem Thema durchführen:

Z.B. ein Internationales Aulacafé, Arbeit in Projektgruppen, z.B. zum alltäglichen Rassismus, Plakate/Infos über Rassismus, Theaterstücke, Diskussionen, Projekttage zum Thema Fremdenfeindlichkeit.

Das Nachspielen von Gewaltszenen auf öffentlichen Plätzen (Erfahrung: ältere Menschen greifen häufig in diese Szenen ein, jüngere weniger, sie gehen einfach weiter..!?.. ), etc. ....

Gaby heizte den Besuchern ein und sorgte für die richtige Tanzstimmung... "Gaby" heizte den Besuchern ein und sorgte für die richtige Tanzstimmung...
Der Kinderchor Neetze kam mit seiner Darbietung besonders gut bei den Besuchern des Festivals an
Der Kinderchor Neetze kam mit seiner Darbietung besonders gut bei den Besuchern des Festivals an
SchülerInnen aller Schularten und Alters, von Grundschulen bis zu den Berufsbildenden Schulen bundesweit, müssen mit der Unterschrift von mindestens 70 % aller an der Schule tätigen Menschen für das Projekt stimmen, um teilnehmen zu können.

Es gibt bereits prominente MitstreiterInnen in diesem Projekt. Dazu Campino, Sänger der TOTEN HOSEN: " ...beim Thema Fremdenfeindlichkeit sind die MitbürgerInnen in unserem Lande kaum noch zu sensibilisieren. Wir leben in einer Gesellschaft, die durch die tägliche Informationsflut ...über die Medien wahnsinnig verroht und abgestumpft ist.

 
Die Leute sind übersättigt. Sie haben die Schnauze voll.... Viele gut gemeinte Aktionen erreichen so fast einen Gegeneffekt. Hinzu kommt das ständige Gerede vom "Boot, das voll ist",....und das verdummende Geschwätz über das angebliche Scheitern der multikulturellen Gesellschaft...

Das ist jene Art von Hetzerei, über die sich kaum noch einer empört und die keiner mehr zum Thema macht. Das ist die wirklich große Gefahr: DER STÄNDIG VOR SICH HINSCHWELENDE RASSISMUS IM ALLTAG..."

   Broken Silence  eröffnete das Festival
Broken Silence eröffnete das Festival
 
Die Besucher des Festivals zeichneten sich durch eine bunte Mischung aus
Die Besucher des Festivals zeichneten sich durch eine bunte Mischung aus
Das vielfälltige junge aber auch zahlreiche ältere Publikum , die OrganisatorInnen, MusikerInnen, Musikgruppen unterschiedlichster Musikrichtung, SchülerInnen und LehrerInnen, Menschen mit verschiedensten Meinungen feierten bei Superstimmung noch bis weit nach Mitternacht bei der Musik im (Clamart)Park in Lüneburg.

Hunderte zeigten mit viel Spaß und MIT Courage die "Rote Karte" gegen Gewalt, OHNE Krawall oder OHNE Polizeieinsatz - und OHNE Rassismus für eine grenzenlose, multikulturelle Gesellschaft.
08.06.2002

INFOS:
Bundeskoordination SOR-SMC
Ahornstraße 5
10787 Berlin
fon: 030-789539 72
fax: 030-789539 74
schule@aktioncourage.org
www.aktioncourage.org

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