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Kabarett: |
| Nach musikalischer Einleitung der hervorragenden Band, legte Lisa Politt gleich rasant los mit einem tiefgreifenden Song über den Sinn des Lebens.
"Wo kommst du her, wo gehst du hin?
Wo hat das Leben seinen Sinn...damit man bei dem Chaos irgendwas versteht?" |
![]() Gunter Schmidt |
![]() Von links nach rechts: Ralf Schwarz, Gunter Schmidt, Jo Jacobs |
Das neue Programm von Herrchens Frauchen "Vorläufiges Endergebnis" sieht Lisa Politt als Schnittpunkt biografischer Erfahrung und politischem Ereignis.
Bereits seit 15 Jahren machen Lisa Politt und ihr Partner Gunter Schmidt als "Herrchens Frauchen" Kabarett. Musikalisch unterstützt wurde Frontfrau Lisa Politt von Gunter Schmidt, Jo Jacobs und Ralf Schwarz, die hintergründig die Show fein abrundeten. |
| Das Programm setzte sich zusammen aus witzig-bissigen Texten und Musik verschiedenster Richtung, wie Schlager, Rock oder gar volkstümlicher Musik.
Eines war allerdings immer gleich, die eingdringliche Intensität mit der Powerfrau Lisa Politt ihr Publikum forderte. Abwechslungsreich und großartig auch die verschiedenen Rollen, in die sie schlüpfte. So spielte Lisa Politt "Karl Schwuchtel", einen schwulen Mann.
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![]() Lisa Politt spielt Karl Schwuchtel |
| Es gab fast nichts was nicht angesprochen wurde.
So durchzog die Show viele gesellschaftspolitische Themen wie, was ist Normalität, die Einsamkeit der Nichtangepaßten und die Frage was eigentlich das Glück eines Menschen ausmacht. Weitere Einlagen über das "eigene" Verhältnis zur Armut, dem Waffenhandel mit der Türkei, Abfindung von Zwangsarbeitern und Genforschung (Erforschung des 22. Chromosomens/Bekämpfung der Schizophrenie) folgten. | |
![]() Lisa Politt |
Besonders emotional und kraftvoll ging es beim Thema "Amoklauf wird Volkssport
oder gar Schulsport zu. Es erübrigt sich die Frage, wo die Gewalt bei Kindern herkommt, wenn man sich das hiesige Fernsehprogramm anschaut, das einer Volksverdummung gleichkommt. Ein immerwiederkehrendes Thema der Show war die Beziehung von Männern und Frauen, so z.B. die Songs: |
| "Was lieben Männer an Frauen - ihr wollt die schicken nicht die schlaun."
"Sperma ist ekelhaft... es macht uns krank und Kinder." "Mach das Licht aus. Ich kann dich nicht mehr sehen. Laß mich träumen, was im Licht nicht mehr sein kann. Wichtig sind Lisa Politt außerdem Gefühle, der Mensch ist kein rein rationales Wesen, er will aufgehoben sein. | |
| Auch das Kabarett wurde hinterfragt, mit dem vorläufigen Endergebnis, daß
Herrchens Frauchen ja mal mit großen Idealen angefangen hat, heute allerdings die kabarettistische Tätigkeit aufgrund von gesellschaftlicher Änderung viel schwieriger geworden ist.
Die heutige Gesellschaft ist unpolitisch, die junge Generation gar entpolitisiert. "Ein gut gebrüllter Befehl wird heute mehr befolgt als vor 10 Jahren". |
![]() Jo Jacobs im Einsatz |
| Schwierig gestaltet sich auch die Auseinandersetzung mit dem kapitalistischem System, denn, wenn Kritik am System geäußert wird erhält man als einzige Antwort: "Aber der Sozialismus hat doch versagt..." Das Publikum erhielt auch einen kleinen Ausschnitt aus den Leserbriefen, die Lisa Politt seit 15 Jahren regelmäßig verfaßt. | |
![]() Lisa Politt als Gott |
So fragte sie bei einer Hamburger Zeitung, zum Thema Monica Lewinsky-Affäre und die Bombardierung des Iraks als innenpolitisches Ablenkungsmanöver der Affäre, an:
"Wem genau muß ich einen blasen, damit ein paar Bomben auf das Weiße Haus fallen?"
Schwebend in weißem Kleid und weißem Licht erlebte das Publikum Lisa Politt als Gott.
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| Lisa Politt zog die Zuschauer voll lebensbejahender Energie und amüsierter Heiterkeit, aber auch melancholisch und mit souveräner Selbstironie in ihren Bann.
Nach der zweieinhalb-stündigen Show gab Herrchens Frauchen und Band dem begeisterten Publikum einige Zugaben, in der Lisa Politt das Motto der Show preisgab: | |