| September 2004
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Aktuelles aus Lüneburg |
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Lüneburger Denkmalpflege stellt neue Radtour vor:
Europäische Route der Backsteingotik
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 Die Radtour beginnt in Lüneburg am Alten Kran |
Initiiert und ausgearbeitet durch den Lüneburger Denkmalpfleger Dr. Edgar Ring, veranstaltete die Lüneburger Stadtarchäologie e.V. im Rahmen des EU-Projekt "EuRoB - European Route of Brick Gothic" am 25.09.2004 eine Radtour der ganz besonderen Art.
25 Radler, unter ihnen Vereinsmitglieder, Vertreter der Stadt Lüneburg und der Gemeinde Bardowick, die Äbtissin des Klosters Lüne, Mitarbeiter der Lüneburg Marketing GmbH, Pressevertreter und Interessierte genossen diesen Tagesausflug, der auf anregende und reizvolle Weise Geschichte erleben ließ.
Es handelt es sich um eine 20 km lange Route durch reizvolle Landschaften mit verschiedenen Stationen, die die Vielfältigkeit der Backsteingotik in und rund um Lüneburg veranschaulichen. Besonders attraktiv ist, dass in dieser kleinen Route zur Backsteingotik die Stadt Lüneburg mit dem Nikolaihof und dem Kloster Lüne verbunden wird und auch der Bardowicker Dom integriert ist.
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| Der Backstein ist das charakteristische Merkmal der Gebäude und Städte der norddeutschen Hanse und des Ostseeraumes. Die Backsteingotik genießt
eine Position besonderer Bedeutung in der europäischen Architekturgeschichte. Ihre Entwicklung ist eng mit der Geschichte der Länder in Nordwest- und Nordosteuropa des 13. bis 16. Jahrhunderts verbunden, aber ebenso auch
mit dem Aufstieg und dem Fall der Hanse.
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Backsteingotik ist in der Stadt Lüneburg nahezu allgegenwärtig. Die drei Kirchen, das Rathaus, das Hospital Zum Großen Heiligen Geist oder zahlreiche Bürgerhäuser sind Zeugen einer Zeit, in der Lüneburg durch die Produktion und den Handel von Salz enormen Reichtum erwarb und weit gespannte Handelsbeziehungen unterhielt.
Die Radtour beginnt im Lüneburger Hafen, am Alten Kran. Der Hafen war die Drehscheibe des Handels in Lüneburg. Links der Ilmenau geht es Richtung
Bardowick.
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 Informationstafel über die Bardowicker Schifffahrt und der ehemaligen Wassermühle |
| Auf dem Weg dorthin kommt man an den Stationen "Warburg und Lüneburger Landwehr" vorbei und gelangt zur Ilmenauschleuse. Dort kann man sich über die Bardowicker Schifffahrt und eine Ausgrabung einer ehemaligen Wassermühle informieren. |
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Kurz hinter der Schleuse verlässt die Route die Ilmenau. Durch einen Wald, den Eichwald, erreicht man den Nikolaihof. Das Leprosenhospital der Stadt Lüneburg lag weit vor den Toren der Stadt. Nach dem allmählichen Rückgang der Leprakrankheit wurde das Hospital gegen Ende des 15. Jahrhunderts als Altersheim weiter geführt.
Nun geht es weiter durch Bardowick zum Dom, dessen zwei Türme den Ort überragen. Der Waldweg führt weiter Richtung Adendorf. Im alten Ortskern steht die kleine Kirche, die Johannes dem Täufer geweiht ist. Auf dem schlichten spätgotischen Fachwerkbau thront ein hölzerner
Dachreiter.
Die Kapelle St. Nikolai auf dem Nikolaihof
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Abschluss und sicherlich auch Höhepunkt der Backsteinroute
bildet das Kloster Lüne, das auf dem Weg durch das Lüner Holz erreicht wird.
Die Klosterdamen entführen die Besucher in die Welt des Mittelalters.
Die Kombination Natur, Bewegung und Baudenkmal hat etwas sehr reizvolles. Die Teilnehmer waren allesamt begeistert von dieser Mischung, da man am Ende dieses Erlebnisses mit einer tiefen Zufriedenheit nach Hause fuhr.
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Kloster Lüne |
Damit auch andere interessierte Lüneburger und Touristen diese Route so erleben können, ist eine Zusammenarbeit mit der Lüneburg Marketing GmbH geplant, Dr. Edgar Ring hofft, dass es im Frühjahr 2005 losgehen kann.
Geplant sind Informationstafeln zu den einzelnen Bauwerken, die an den verschiedenen Stationen angebracht werden sollen, so dass sich z.B. interessierte Lüneburger mit Ortskenntnissen diese Route der Backsteingotik selbst erschließen können. Für Touristen wäre eine (fachliche) Begleitung sicherlich wünschenswert.
(hr - 29.09.04)
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 Johanneskapelle in Adendorf |
 Johanneskapelle innen |
 Am Bardowicker Dom |
 Kloster Lüne - Brunnen |
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