ÖXPO 2002 – Das innovative Schaufenster der Region
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3. ÖXPO im “WÖM“, im Wendland
ÖkoMarkt in Lüchow-Grabow zeigt beispielhafte Ökologie
und Innovation in der Elbtalaue |
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Auf dem diesjährigen Umwelt- Messeforum ÖXPO
in Grabow, Landkreis Lüchow- Dannenberg informierten 70 AusstellerInnen
über energiesparendes Bauen und Wohnen, über neue Techniken
und ihre Finanzierung, erneuerbare Energien im Agenda-21-Prozess,
Produkte aus dem ökologischen Anbau, Beispiele zur regionalen
Umsetzung der Agrarwende und regionaler Energie- und Entwicklungspolitik,...Schwerpunkt
der ÖXPO ist alles, was mit umweltgerechtem Hausbau, Wohnungseinrichtungen
und dem Leben darin zu tun hat.
Dazu gab es ein umfassendes Informationsprogramm und international
besetzte Podiumsdiskussionen zu Perspektiven europäischer Energiepolitik.
Vorgestellt wurden die regionale Agrarentwicklung, “Bürgernetze“
und Studien zu Potentialen für Biogasanlagen in der Region. Ein
lokales Frauengewerbezentrum und das Projekt Tourismusband Elbe/ Kommunale
AG Elbetal präsentierte erste Produkte des sanften Tourismus
im Elbetal.
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| Die Akteure der ÖXPO 2002, von links: Podo Pleve, Marlene
Sieck, Agenda 21- Beauftragte des Landkreises Lüchow- Dannenberg,
das Ehepaar Wolfrath-Carstens vom “WÖM“ Wendland
ÖköMarkt, Dr. Axel Schwerter- Stumpf, Bezirksregierung Lüneburg
und Michael Seelig, Vorstand ZEE e.V.
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Der Landkreis Lüchow-Dannenberg gehört bereits
zu den 100 europäischen Vorzeigeregionen der EU für die
Nutzung erneuerbarer Energien. 1999 wurde im Kreistag einstimmig beschlossen,
innerhalb von 10 Jahren den Anteil des wendländischen Energieverbrauchs
vollständig aus heimischen Quellen wie Wind, Biomasse oder Sonne
zu decken. Daraufhin erhielt der Landkreis ein Jahr später den
Preis für die beste ländliche Region. Die Möglichkeiten
der einheimischen Energieressourcen wurden hierbei systematisch erfasst
und die Ergebnisse der mehrjährigen Untersuchung von Marlene
Sieck, der Agenda 21- Beauftragten des Landkreises auf der ÖXPO
vorgestellt.
Die Studien ergaben, dass ca. 50 % des in der Region verbrauchten
Stromes künftig über regenerative Energien abgedeckt werden
kann. Im Wendland existiert mit mehr als 10 % aller zukunftsfähigen
Bauernhöfen die größte Dichte landwirtschaftlicher
Bio- Betriebe in Norddeutschland. Seit 2002 gehört Landkreis
Lüchow- Dannenberg zusammen mit Gemeinden aus dem Landkreis Lüneburg
durch den Wettbewerbsbeitrag des Vereins “Region aktiv Wendland
/Elbetal e.V.“ zu den 18 Modelregionen der Agrarwende.
Die diesjährige ÖXPO wurde vom Verein für zukunftsorientierte
Entwicklung im Elbetal, ZEE e.V. und dem Landkreis Lüchow- Dannenberg
veranstaltet und aus Mitteln des Europäischen Fonds für
regionale Entwicklung, EFRE/Agenda 21 Richtlinie gefördert.
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| (von links) Die Bundestagskandidatin Marianne Tritz,
die Landtagsabgeordnete Rebecca Harms (beide Bündnis 90/Die Grünen)
und die Agenda 21- Beauftragte des Landkreises Lüchow- Dannenberg
Marlene Sieck probieren die “ökologische Reinigung“
auf der ÖXPO 2002 im “WÖM“ in Grabow/Lüchow.
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| “Regionale Vermarktungsmöglichkeiten
gesucht“ Förderantrag zum Projekt “Bestand und
Entwicklung der Bio- Milchbetriebe der Region“ positiv beschieden.
Mit 100.000 € wird als 1. Antrag zur Förderung beispielhafter
Projekte zur Umsetzung der Agrarwende, der Aufbau einer regionalen
Bio- Vermarktungsstruktur im Bereich Milchprodukte gefördert.
Das attraktive Bio- Milchprogramm soll den Landwirten eine nachhaltige
Vermarktungsperspektive und durch seine Sogwirkung die weitere Ökologisierung
der regionalen Landwirtschaft fördern. Im Antrag wird deutlich,
dass das Wendland im ökologischen Landbau bundesweit eine führende
Position einnimmt und seine Bio-Landwirte sich durch hohe Kompetenz,
langjährige Erfahrung und daraus resultierende hohe Leistung
auszeichnen. Dazu besitzt diese Region ein ausgeprägtes (Selbst)Bewußtsein,
was zu einer für ländlich geprägte Gebiete überdurchschnittlichen
“Kaufbereitschaft“ für ökologische Produkte
führt.
Dieser positiven Verbraucherhaltung steht bislang jedoch ein sehr
schmales Bio-Angebot aus regionaler Erzeugung gegenüber. Besonders
im veredelnden Bereich fehlt es an Bio- Markenprodukten mit klarer
regionaler Identität, da die ökologisch erzeugten Rohstoffe
mangels regionaler Vermarktungsmöglichkeiten an überregionale
Verarbeitungsunternehmen vertrieben werden müssen. Obwohl die
Mitgliedsbetriebe der Milchkooperative Wendland seit 10 Jahren Bioland
– Milch in hoher Qualität und beachtlicher Menge und
der Naturkostfachhandel auf die Einführung einer regionalen
Milchproduktreihe drängt, konnte dieser Bedarf angesichts fehlender
Verarbeitungs-und Vertriebsmöglichkeiten bisher nicht bedient
werden.
Gleichzeitig bereiten mehrere Milchviehbetriebe eine Umstellung
auf ökologische Bewirtschaftung vor, die ohne stabile Absatzwege
jedoch nicht zukunftsfähig ist. Der Vorstand von Region aktiv
hofft, dass durch die Förderung des Projektes Bestand und Entwicklung
der Bio-Milchbetriebe der Region entscheidend gestärkt werden.
Es besteht ebenfalls die Hoffnung, dass es durch diese “Initialzündung“
zu landkreisübergreifenden Vernetzungen und möglichen
Kooperativen kommt, wodurch die Wirtschaftskraft der gesamten Region
und auch die der Landkreis Lüchow- Dannenberg und Lüneburg
in erheblichem Maße gestärkt wird. 04.09.02 |
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